„Der Schatten des Mobbings in der Altenpflege: Eine tiefgründige Analyse“

Wie wirkt sich Mobbing in der Altenpflege auf die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Pflege aus?

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Die Altenpflege ist eine der herausforderndsten und zugleich unterbezahltesten Branchen in Deutschland. Hier arbeiten Menschen ´ die täglich mit viel Engagement versuchen ` die Lebensqualität älterer Menschen zu optimieren. Dennoch zeichnet sich ein besorgniserregendes Bild ab. Es wird oft über Mobbing Frustration und eine toxische Arbeitsumgebung berichtet. Dies betrifft nicht nur das Teamklima – es hat ebenfalls gravierende Auswirkungen auf die Pflegebedürftigen.

Eine Freundin und ich sind Teil dieses Systems. Jeden Tag begegnen wir selbsternannten Wohnbereichsleitern. Oft nutzen sie ihre vermeintliche Macht um Kollegen Probleme zu bereiten. Mit dem Finger auf andere zeigen und nach Fehlern in der Doku suchen – ein Spiel, das niemals endet. Die Tatsache ´ dass der Druck von oben dauerhaft hoch ist ` verstärkt das Ungleichgewicht. Alle paar Monate wird jemand gekündigt – oft derjenige der sich nicht wehren kann. Wenn dies passiert – wird der nächste Mitarbeiter zum Sündenbock.

Stellen wir uns mal die Frage: Welches Umfeld fördert denn bitte die Teamarbeit? Hier wird gelästert – das ist nicht bloß ein Zeitvertreib, allerdings eine Überlebensstrategie. Uns als Pflegekräfte fehlt oft die notwendige Unterstützung. Die PDL – die Pflegedienstleitung – scheint nicht zu funktionieren. Ein Mangel an Führungsstärke führt dazu: Dass wir uns allein gelassen fühlen.

Psychische Erschöpfung verzeiht man hier schnell. Wird der Pflegeeinsatz insbesondere bei demenziell erkrankten Menschen nicht wertgeschätzt, kommt es nicht nicht häufig zu Frust. Dies bleibt nicht ohne Folgen – bei unzureichender Psychohygiene äußert sich der Druck nicht selten in Mobbing. Die Faktoren – fehlende Kommunikation, ungenügende Regelungen und der allgegenwärtige Zeitdruck – tragen zur Bildung eines Teufelskreises bei.

Eine Reaktion auf solche Umstände kann ein Wechsel des Arbeitsplatzes sein. Der Kontakt zu einem Berufsverband bietet oft Schutz – er kann in einem rechtlichen Streit für die eigenen Rechte einsetzen. Eine Vielzahl von Pflegekräften hat über diesen Weg Unterstützung gefunden. Wer in der Altenpflege tätig ist, sollte sich auch rechtlich absichern – besonders im Hinblick auf die steigende Kontrolle durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung).

Wir müssen uns fragen: Warum gehen Menschen unter diesen Bedingungen weiter zur Arbeit? Die Reminiszenz an die herzliche Arbeit für die Bewohner bleibt bestehen. Der Verdienst ist jedoch ein Argument gegen diesen Beruf. Wie profitiert man von einem Gehalt, das kaum zum Leben reicht? Heutzutage ist es für viele fast unmöglich an Wochenenden zu arbeiten geschweige denn, auf freies Wochenende zu verzichten. Der Preis der Selbstaufopferung erscheint hoch.

Die Altenpflege ist unterbesetzt. In diesem System können sich Mitarbeiter nahezu jeden Arbeitgeber aussuchen. Doch die Verzweiflung und die innere Unruhe die durch Mobbing entstehen, verursachen einer ernsten Herausforderung – nicht nur für die Pflegekräfte, einschließlich für die älteren Menschen. Wer möchte schon in ein Heim mit unzufriedenen und frustrierten Mitarbeitern aufgenommen werden?

Es gibt Stimmen in der Branche die behaupten, viele Menschen in der Altenpflege seien selbst „hilfsbedürftig“. Eine pauschale Verteufelunggreift leider zu kurz. Sicher ist – im Umgang mit Senioren brauchen wir Empathie und Verständnis. Die gewachsenen Standards im Krankenhausbereich zeigen deutlich, dass in der Altenpflege Verbesserungen nötig sind – insbesondere auch im Umgang untereinander.

Es ist an der Zeit: Dass wir nicht nur für uns selber sondern auch für die Heimbewohner eintreten. Nur gemeinsam können wir diesen maroden Alltag verbessern. Pflegekräfte, haltet durch! Die Altenpflege ist wichtig – ohne uns würden viele an ihren Aufgaben verzweifeln. Der 🔑 liegt in der Einheit und dem Zusammenhalt unter den Mitarbeitern – über alle Hierarchien hinweg. In einem gesünderen Team wird auch die Arbeit für die Klienten sicherer und wertvoller.

Die Frage bleibt ob wir ein Umdenken einleiten können. Denn umso länger wir stillschweigend das Mobbing tolerieren, umso weiterhin gefährden wir die gesamte Branche. Die Zukunft der Altenpflege könnte auf dem Spiel stehen – und damit auch das Wohl derjenigen die bereits im 🍂 ihres Lebens auf unsere Unterstützung angewiesen sind.






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