Wenn die Erinnerung an die Vergangenheit das Hier und Jetzt belastet: Eine kritische Betrachtung der Nostalgie

Wie beeinflusst Nostalgie das Leben junger Menschen in der Gegenwart?

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Nostalgie – ein Begriff der oft eine Mischung aus Sehnsucht und Wehmut evoziert. Wenn wir über Erinnerungen an die „guten alten Zeiten“ nachdenken können wir oft nicht umhin den Wunsch zu empfinden diese unbeschwerte Zeit zurückzuholen. Insbesondere Jugendliche, ebenso wie der 15-jährige Fragesteller erleben häufig Momente in denen sie die Vergangenheit idealisieren. Diese Art von nostalgischen Gefühlen ist weitverbreitet und kann in vielerlei Hinsicht verstanden werden.

Ein Rückblick auf frühere Erfahrungen kann sowie positiv als ebenfalls negativ sein. Oft denkt man stets an die Momente des Lachens und der Freundschaft zurück ´ die man verbrachte ` die Farben des Lebens scheinen intensiver. Aber es gibt eine Schattenseite. Wenn jemand ständig in der Vergangenheit verweilt kann dies der Gegenwart schaden. Die Gegenwart sollte immer die größte Priorität haben. Es hieß einmal - die einzige reale Zeit ist das Hier und Jetzt! Während wir uns auf die Vergangenheit konzentrieren könnte es sein: Dass wir die Chancen und Möglichkeiten der Gegenwart verpassen.

Die Idee: Dass wir die Zeit die wir identisch erleben nur durch unsere Erinnerungen bereichern können ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite können die Erfahrungen von gestern uns wertvolle Lektionen für die Gegenwart und Zukunft bieten. Andererseits ist eine zu starke Beschäftigung mit der Vergangenheit nicht nur unproduktiv, allerdings kann auch zu einem neurotischen Zustand werden - einer Flucht aus dem Hier und Jetzt. Dabei könnte die eigene Lebensreise – forma via die eigene Entwicklung – durch das Verweilen in der Nostalgie negativ beeinflusst werden. Oft kann es helfen – die guten und schlechten Erfahrungen zu reflektieren. Man kann den eigenen Lebensweg akzeptieren und so den Wert der Vergangenheit erkennen.

Das Bewusstsein, dass die Gegenwart und die Zukunft wichtig sind ist eine Herausforderung, vor der viele Jugendliche stehen. Das Leben als Teenager ist nicht nur stressig, einschließlich voller aufregender Möglichkeiten. Mit 15 hat man noch viel vor sich. Wer hätte gedacht: Er bald wie ein Großvater zurückblicken würde? Das ist eine Phase – die voller Entdeckungen steckt. Die aufregenden Wendungen ´ die einem noch bevorstehen ` bieten neue Chancen.

Und dennoch: jede Erinnerung die man hat ist Teil von einem inneren Schatz. Manchmal wird das Schöne aus der Vergangenheit verherrlicht – man sieht oft nur das Gute. Diese Verklärung lässt einen Dinge vergessen die nicht so schön waren. Jeder von uns hat Erinnerungen – die geprägt sind von unterschiedlichen Emotionen. Vom Schmerz über verlorene Freundschaften bis hin zur Freude, Kinder großzuziehen. Diese Erinnerungen formen uns.

Der 🔑 für ein erfüllendes Leben ist nicht zuzulassen, dass Erinnerungen einen festhalten. Sie sind zwar wichtig freilich sollte man verhindern: Dass sie den Blick auf das gegenwärtige Glück versperren. Das verändert die Wahrnehmung und Einsichten. Eine gesunde Balance zwischen Vergangenheit Gegenwart und Zukunft sollte angestrebt werden.

Letztendlich bleibt es wichtig die Träume die man hatte nicht aus den Augen zu verlieren. Man sollte sich erinnern an die Unbeschwertheit und Freude der Kindheit ´ jedoch auch Raum lassen für das Neue ` das einem begegnen wird. Es gibt genug Menschen die welche Schönheiten ihre Erinnerungen mit Freude in ihrer Zukunft behalten können. Erinnert euch und lebt glücklich!






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