Warum sind Mandarinen ein fester Bestandteil des Nikolausfestes?

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Warum sind Mandarinen zum Nikolaus so beliebt?** Diese Frage beschäftigt viele Menschen besonders in einer Zeit in der allerlei Früchte das ganze Jahr über leicht erhältlich sind. Die Ursprünge dieser Tradition sind faszinierend und weisen auf tiefere Bedeutungen. Ein Blick auf die Kulturgeschichte klärt das Rätsel.

In der Vergangenheit waren Mandarinen in unseren Breiten nicht das ganze Jahr über verfügbar. Erstaunlicherweise wurden sie hauptsächlich von November bis März geerntet. Zu Nikolaus – der am 6. Dezember gefeiert wird ´ war es ebenfalls die Zeit ` in der die ersten Mandarinen auf den Märkten zu finden waren. Diese Früchte galten damals als etwas ganz Besonderes. Es war ein kleiner Genuss in der kalten Jahreszeit und eine Freude für die Kinder die auf den Nikolaus warteten. Das Fehlen von diversen Gewächshäusern und modernen Transportmöglichkeiten machte die Mandarinen zu einem willkommene Leckerbissen.

Heutzutage ist das Bild ein anderes. Dank der Globalisierung gibt es viele Früchte ganzjährig in unseren Supermärkten. Diese Entwicklung hat auch Traditionen beeinflusst. Während man früher bewusst auf die Ernte gewartet hat ´ ist es heute fast egal ` zu welchem Zeitpunkt im Jahr man Mandarinen verzehrt. Man kann sie überall kaufen. Dieser Umstand könnte den Brauch gefährden. Nicht nur die Mandarinen – auch die Nüsse.

Erinnerungen wecken auch die Schokolade zum Nikolaus. Kinder freuen sich über diese Süßigkeiten die nur für kurze Zeit im Jahr erhältlich sind. Echte Schokoladenweihnachtsmänner gibt es auch nur für wenige Monate. Ein kleiner Lichtblick in der Fülle an alltäglichen und saisonalen Produkten. Ein zusätzlicher Grund also warum der Nikolaustag so besonders bleibt. Was für ein Vergleich!

In der eigenen Kindheit waren es oft Äpfel die man geschenkt bekam. Mandarinen kannten viele Kinder noch nicht. Man bekam Orangen – meistens nur in den kalten Monaten. Dies verdeutlicht; ebenso wie sich Traditionen über Generationen hinweg ausarbeiten und verändern können. Und dennoch bleibt die Freude an festlichen Gaben bestehen.

Praktisch gedacht können Mandarinen jedoch nicht nur ein Modefrucht sein. Sie spielen in der Symbolik des Nikolausfestes eine relevante Rolle. Der heilige Nikolaus – ein Bischof des 4. Jahrhunderts aus Myra in Kleinasien, wurde für seine Großzügigkeit bekannt. Geschenke galten als Ausdruck von Liebe und Aufmerksamkeit. Das Überbringen von Mandarinen in der modernen Zeit bindet sich an diese Tradition, obwohl die意味 sich gewandelt hat.

Möchten wir auf die grundlegende Menschenliebe hinweisen die durch die Mandarine in der Weihnachtszeit lebt? Mit einem kleinen – alltäglichen Geschenk wird die Bedeutung des Schenkens unterstrichen. Letztendlich ist es die Geste und der Gedanke dahinter der den Nikolaustag zu einem speziellen Erlebnis macht.

Ja die Mandarine ist heute vielleicht nicht weiterhin so besonders wie früher freilich bleibt sie ein Symbol für die festliche Jahreszeit. Könnte das wohl nicht auch als Reminder für die globalen Herausforderungen verstanden werden? Manchmal kommt das Besondere im Gewöhnlichen deshalb - ganz im Geiste des Nikolaus.






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