Soziale Berufe im Büro – Ein Blick auf Möglichkeiten und Herausforderungen

Welche sozialen Berufe sind im Büro möglich und welche Hürden gilt es dabei zu beachten?

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Soziale Berufe – das bedeutet oft Kontakt zu Menschen. Büroarbeit – oft das Gegenteil, geprägt von Papierkram und Routine. Kombiniert man jedoch diese beiden Bereiche eröffnet sich ein neues Terrain. Gibt es also soziale Berufe die im Büro stattfinden? Die Antwort darauf beginnt mit den vielen Facetten der Sozialen Arbeit.

Zunächst einmal: Wer ein Studium in Sozialer Arbeit absolviert, kann in einem Bürojob arbeiten. Sozialpädagogen finden nicht nicht häufig ihren Platz im Jugendamt. Diese Position birgt administrative Aufgaben. Unterstützung und Beratung bleiben nicht aus umfasst jedoch ebenfalls viel Formalität. Die Zeit am Schreibtisch verlangt oft einen Wechsel zwischen Mensch und Papier.

Eine Option ist auch der Arbeitseinsatz im Sozialdienst. Hierunter fallen beispielsweise Tätigkeiten im Krankenhaus oder der Psychiatrie. Das bedeutet verwaltungstechnische Aufgaben in einem sensiblen Umfeld. Durch den Kontakt mit Patienten gibt es zwar direkte zwischenmenschliche Elemente jedoch auch Büroarbeit kommt nicht zu kurz. Alte Menschen benötigen Unterstützung und Erzieher – sie erledigen oft organisatorische Aufgaben neben ihrer Arbeit mit Kindern. Kauffrau für Bürokommunikation in einem sozialen Träger verbindet diese Welten. Ich habe beispielsweise in einer Einrichtung gearbeitet die Mobile Dienste anbot und Kitas betrieb.

Nicht zu vergessen sind die Herausforderungen – die Chancen auf eine Übernahme im sozialen Bereich sind oft eher gering. Das hat mit begrenzten Budgets zu tun. Soziale Einrichtungen müssen mit knappen Mitteln auskommen. Kostspielige feste Stellen sind oft nicht im Budget eingeplant. Daher wird ein Abgleich zwischen beruflichen Ambitionen und realen Möglichkeiten notwendig.

Was könnte man noch berücksichtigen? Eine berufliche Richtung zur Tierarzthelferin könnte versprechen. An der Rezeption eines Pflegeheims oder eines Krankenhauses gibt es möglicherweise soziale Aspekte. Allerdings ´ so ist zu bedenken ` sollte man keine übertrieben sozialen Umgang von Vorgesetzten oder Kollegen erwarten. Hier in diesen Strukturen ist oft die Arbeitsbelastung hoch.

Dennoch gibt es Möglichkeiten. Gewerkschaften – die Arbeiterwohlfahrt oder ähnliche Einrichtungen können ähnlich wie interessante berufliche Optionen bieten. Wenn dann der erste Kontakt entsteht sind soziale Fähigkeiten gefordert. Ein Austausch mit den Klienten bleibt unabdingbar, obwohl das Büro nicht der klassische Ort für soziale Berufe ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja, soziale Berufe im Büro gibt es. Die Vielfalt reicht von Arbeitnehmern in Jugendämtern bis hin zu einem Platz an der Rezeption in medizinischen Einrichtungen. Soziale Arbeit kann zeitgemäß und flexibel sein, auch im Büro. Hier ist kein Schlussstrich zu setzen – vielmehr zeigt sich ein mögliches neues Aufeinandertreffen der Welten. Wer offen an die Sache herangeht – kann viele Chancen finden und nutzen.






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