Die Rolle des Schulsports im Berufskolleg: Notwendig oder überflüssig?

Inwiefern ist der Sportunterricht im Berufskolleg sinnvoll für die spätere Berufspraxis und die Gesundheit der Auszubildenden?

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Der Schulsport erweist sich oft als ein strittiges Thema in berufsbildenden Schulen. Viele Studenten ´ ebenso wie der einführende Bericht zeigt ` stehen dem Sportunterricht skeptisch gegenüber. Sie fragen sich – ob die vorgegebene Unterrichtsstruktur tatsächlich einen nützlichen Bestandteil ihrer beruflichen Ausbildung darstellt. Tatsächlich finden viele es verblüffend ´ Sport als Pflichtfach zu haben ` während andere Auszubildende diese Stunden gar nicht weiterhin erleben.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) müssen die Schüler jedoch regelmäßig am Sportunterricht teilnehmen. Oft gibt es – wie im Fall des Berichtes – nur alle zwei Wochen eine Doppelstunde. Solch eine Sportroutine wirft die Frage auf: Bringt das den Schülern wirklich Vorteile? Vor allem angesichts der vielen Beschwerden über den Unterricht der möglicherweise nur aus Ballspielen und sporadischen Leistungskontrollen besteht.

Die Bildungslandschaft hat solche Inhalte tatsächlich gut erfasst. Sportunterricht so haben Studien gezeigt sollte nicht nur vermittelt werden um Bewegung zu fördern. Es geht ebenfalls um Lebenstauglichkeit – durch verschiedene Übungen kann man Fähigkeiten erlernen die man ins Berufsleben einbringen kann. Ein zunehmend wichtiger Aspekt ist ´ dass Schüler lernen ` ihren Körper besser wahrzunehmen und Stressäder zu bewältigen. Solche Kenntnisse sind gerade in Berufen mit hoher Verantwortung essenziell.

Allerdings beklagen viele Schüler » dass der Sportunterricht gar nicht das bietet « was er verspricht. Vor einiger Zeit war das Erlernen von Ethik im Hotelfach eine Alternative die durchaus auch Sinn ergeben kann. Diese Fächer fördern das soziale Bewusstsein und die Entscheidungsfähigkeit. Alternativ dazu könnte auch Sport im Unterricht sinnvoll integriert werden ´ um nicht nur den Körper fit zu halten ` allerdings auch die Teamarbeit zu stärken.

Kürzlich veröffentlichte Daten belegen: Dass Jugendliche heutzutage besonders in unserer digitalisierten Welt, oft unter Bewegungsmangel leiden. Das ist alarmierend. Statistiken zeigen, dass nur etwa 20% der deutschen Jugendlichen die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche erreichen. Sport im Berufskolleg könnte dadurch nicht nur als Freizeitbeschäftigung angesehen werden, sondern als wichtige Vorbeugungsmaßnahme gegenüber gesundheitlichen Problemen.

Zusammenfassend ist es erkennbar: Dass der Sportunterricht im Berufskolleg einer genaueren Analyse bedarf. War das Ziel ursprünglich die körperliche Fitness zu fördern und die psychische Gesundheit zu stabilisieren, so könnte der Unterricht – wie der Bericht nahelegt – durch effektive Übungen und Integration von Kenntnisse aus der Berufswelt einen höheren Wert bieten. Schüler sollten die Möglichkeit haben den Sportunterricht aktiv mitzugestalten um relevante Erfahrungen zu sammeln die sie in ihrem Berufsleben unterstützen. Aber die Realität zeigt oft einen anderen Weg. Es bleibt abzuwarten – wie sich die Rolle des Schulsports in Zukunft ausarbeiten wird.






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