Fragestellung: Ist eine Reitbeteiligung an einem Schulpferd sinnvoll und was sind die Vor- und Nachteile dabei?

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Die Entscheidung für eine Reitbeteiligung an einem Schulpferd kann sowie positive als ebenfalls negative Aspekte mit sich bringen. In vielen Fällen sind Schulpferde das Herzstück eines Reitstalls. Diese Tiere ermöglichen es Reitschülern die Grundlagen des Reitens zu erlernen. Doch wie steht es wirklich um die Reitbeteiligung an einem solchen Pferd? – Ein genauerer Blick auf die Thematik.

Eine Bekannte von mir hat sich für eine Reitbeteiligung an einem Schulpferd entschieden. Das Pferd wird mehrmals pro Woche im Unterricht eingesetzt. Zusätzlich hat es noch weitere Reitbeteiligungen für die restlichen Tage. Würdet ihr so etwas machen? Wie fühlt sich ein solches Pferd dabei? Es erscheint durchaus grenzwertig. Einerseits ist der Vorteil ´ ein Pferd zu reiten ` das man bereits kennengelernt hat. Man weiß was einen erwartet. Andererseits verlangt ein Schulpferd eine sehr differenzierte Betrachtung.

Die negative Seite ist, dass viele Schulpferde nach intensiven Einsätzen etwas "verritten" erscheinen. Vielleicht sind sie nicht weiterhin die leidenschaftlichen Partner die man sich erhofft hat. Manchmal haben sie ihre Eigenheiten und Zicken. So ein Pferd wird oft Schwierigkeiten haben enge Bindungen zu zahlreichen Reitern aufzubauen. Außerdem wird es zum Problem, wenn man ab und zu einen anderen Termin zum Reiten finden möchte. Kurz gesagt: das Abwechseln ist bei Schulpferden oft ein Glücksspiel.

Hier wird es spannend denn einige 🏇 finden trotz der Herausforderungen Gefallen an der Idee. Zum Beispiel könnte die Sicherheit ´ die einem ein gut ausgebildetes Schulpferd bietet ` nicht unterschätzt werden. Die Möglichkeit mit einem erfahrenen Partner das Gelände zu erkunden ist für viele Reiter eine Motivation. Ein Beispiel sind die Erfahrungen eines Reiters der seit Jahren eine Reitbeteiligung an einem solchen Pferd hat. Er erzählt, dass das Pferd ihm viel beigebracht hat – Vertrauen und Sicherheit waren die Schlagwörter.

Doch wie viel Zeit ist angemessen und was benötigt das Pferd? Ein Pferd sollte idealerweise täglich bewegt werden. Ob durch Reiten oder Auslauf auf der Koppel – eine reine Boxenhaltung ist nicht artgerecht. Doch es sollten auch entspannte Momente ´ ebenso wie das Grasen auf der Koppel ` nicht zu kurz kommen. Die Frage bleibt wo die Grenze zwischen optimaler Bewegung und Überanstrengung verläuft. Bei einer dauerhaften Mehrbelastung könnte das Pferd gesundheitliche Probleme ausarbeiten.

Das Alter des Pferdes spielt eine entscheidende Rolle. Jüngere Pferde verkraften oft mehr Stress. Ältere Tiere benötigen die nötige Rücksichtnahme und Ruhephasen. Die Gelenke – das weiß jeder erfahrene Reiter – sind eine schützenswerte Ressource. Ein Schulpferd, das gut gehalten wird und Abwechslung – wie Ausritte ins Gelände – bekommt, kann glückliche Unterstützung für Reiter und Reiterin darstellen. Aber das richtige Maß – das entscheidet über die Lebensqualität des Pferdes.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Reitbeteiligung an einem Schulpferd kann im richtigen Konsinnvoll sein. Dabei sind die Erfahrungen der aktuellen Reiter wichtig. Sie können sowohl Freude als auch Frustration bringen eventuell sogar ein tolles Team erschaffen. Letztlich hängt alles von den individuellen Bedürfnissen und der Pflege ab die das Pferd erhält. Ob das Pferd gut behandelt werden kann bleibt eine entscheidende Frage für die Reitergemeinschaft.






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