Nostalgie vs. Realität – Ein Blick auf die Entwicklung von Serien und Filmen

Warum wird die Film- und Serienlandschaft der 90er Jahre oft als überlegen empfunden?

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Die Wahrnehmung von heute versus damals ist oft gefärbt durch Nostalgie. Immer wieder beklagen sich Menschen darüber: Dass die Serien und Filme in der Vergangenheit besser waren. Insbesondere die 90er Jahre gelten als Goldene Ära des Fernsehens. Das was früher in unseren Kindheitserinnerungen lebendig und aufregend war—wie „Scooby Doo“ oder „Die Chipmunks“—wirkt heute nicht weiterhin ganz so toll. Es drängt sich die Frage auf ob das Fernsehen tatsächlich nachgelassen hat.

Vergleicht man die Inhalte von heute mit denen von früher » erscheint es manchmal so « wie wäre die Kreativität versiegt. Der Fluss an neuen Ideen hat nachgelassen. Es gibt aber einen starken Unterschied zwischen der Wahrnehmung der heutigen Aufregung und dem was wir als Kinder erlebten. Kinderfilme und -serien sind heute vielfältig jedoch oft als minderwertig verpöhnt. Es gibt Ausnahmen—wie „Family Guy“, das zum Teil ironische Komponenten für eine erwachsene Zielgruppe aufweist. Viele denken bei Trickfilmen immer an Kinderinhalte allerdings das ist meistens eine Fehlannahme.

Es ist kein Geheimnis: Dass einige alte Streifen und Serien über Kultstatus verfügen. Aber ebenfalls die heutigen Produktionen sind vielfach ansprechend—vor allem amerikanische Serien haben in vielerlei Hinsicht die Produktionsqualität erhöht. Manchmal schwingt das alte Lied von missverstandener Nostalgie mit. „Stirb Langsam“ hat einen Platz in den Herzen der Generation die damit aufwuchs, während die jüngere Generation vielleicht Inhalte wie die „Marvel Cinematic Universe“-Filme bevorzugt.

Zahlreiche Zeitgenossen Sachsen das Fernsehen hätte nachgelassen. Oft heißt es, dass viele neue Serien dringend mehr Originalität und weniger Klischees benötigen. Gerade das Finanzielle hat Einzug gehalten; es wird häufig behauptet, Filme seien nur noch Massenware und primär auf Profit ausgerichtet. Aber fragt sich, ob nicht auch unser eigener Geschmack sich im Laufe der Zeit verändert? Jemand der mit 20 Jahren einen Krimi sieht, wird andere Maßstäbe ansetzen, als mit 40 Jahren.

Daher könnte man auch die Hypothese aufstellen: Dass sich der Zugang zu Filmen und Serien verändert hat. Wenn ich als Jugendlicher „Felidae“ entdeckte war das eine schockierende aber interessante Erfahrung vor dem Hintergrund des kindlichen Verständnisses. Indes – als erwachsener Zuschauer ist der Blick auf die Filminhalte ein anderer. Man steht dem Unterschied von Ästhetik und Geschmach aufgeschlossen gegenüber.

Ein Problem bleibt jedoch: Viele außergewöhnliche Serien und Filme finden nicht den Weg in die wichtigen TV-Sender in Deutschland. Es gibt unzählige Streaming-Plattformen wo außergewöhnliche Inhalte auftreten—die aber weniger im Fokus der breiten Öffentlichkeit stehen. Am Ende kommt es oft darauf an was wir suchen: Vertraute Figuren und Geschichten oder neue, innovative Ansätze in der Filmkunst. Manchmal zeigt sich: Dass die Veränderung in der Unterhaltungslandschaft mehr über uns selbst aussagt als über die Filme oder Serien die täglich über die Bildschirme flimmern.






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