Die Optimierung der Heizungssteuerung: Vorlauftemperatur und Legionellenprävention in Bestandsimmobilien

Wie kann die Vorlauftemperatur effizient gesenkt werden, ohne die Gefahr der Legionellenbildung zu erhöhen?

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Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres älteren Hauses! Das ist eine großartige Entscheidung. Sie haben eine 15 Jahre alte Vissmann Heizung Typ VitoCell. Diese Heizung hat sich in der Vergangenheit bewährt. Die Steuerung durch die Trimatic MC bietet gewiss einige interessante Anpassungsmöglichkeiten. Doch nun zu Ihrer spezifischen Frage - die Absenkung der Vorlauftemperatur.

Aktuell betreiben Sie die Heizung mit 75 Grad Vorlauftemperatur. Angesichts Ihrer Kaminofen-Nutzung wäre eine Temperatursenkung auf etwa 50 Grad jedoch erstrebenswert. Doch das klingt einfacher – wie es ist. Der Kessel wirkt in dieser Konstellation direkt auf das Trinkwasser. Legionellen sind kein Scherz. Dieses Bakterium kann gefährliche Krankheiten verursachen. Daher müssen bestimmte Temperaturgrenzen beachtet werden.

Wenn Sie die Kesseltemperatur auf 50 Grad begrenzen könnte das zu einem Problem führen. Die Wahrscheinlichkeit: Dass Ihre Heizung gar keine Wärme weiterhin abbekommt steigt. Es gibt eine automatische Priorisierung der Warmwasserbereitung. Wenn Warmwasser benötigt wird ´ fährt der Kessel oft auf Maximaltemperatur ` um die nötige Energie bereitzustellen. Haben Sie das Brauchwasser beispielsweise auf 50 Grad eingestellt? Dann wird diese 🌡️ aufgrund der Schalthysterese nicht erreicht.

Eine andere Möglichkeit wäre den Temperaturbegrenzer auf 75 Grad zu belassen. Die Heizkennlinie sollte dann nach außen angepasst werden. Diese bestimmt, ebenso wie Ihr Heizsystem auf die Außentemperatur reagiert. Bei dauerhaft niedrigen Außentemperaturen, denken Sie an frostige minus 10 Grad, sollte die Vorlauftemperatur angepasst werden. Das ist wichtig!

Außerdem: Wenn Sie nur einen Heizkreis ohne Mischer haben, müssen Sie mit kurzfristigen Temperaturspitzen rechnen. Unmittelbar nach der Wasserbereitung könnte die Vorlauftemperatur auf 75 Grad ansteigen. Zum Glück pendelt sich die Temperatur schnell wieder auf den Sollwert gemäß Heizkennlinie ein.

Zur Legionellenprävention gibt es jedoch ebenfalls andere Strategien. Laut dem Robert Koch-Institut sollten Sie das Trinkwasser mindestens einmal wöchentlich auf 60 Grad erhitzen. Dies garantiert – dass Gesundheitsschäden vermieden werden. Vielleicht stellen Sie Ihren Kessel darauf ein diese Temperatur einfach regelmäßig zu erreichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Senken Sie Ihre Vorlauftemperatur nicht unbedacht auf 50 Grad. Passen Sie die Heizkennlinie Ihrer Vissmann Heizung sorgsam an. Essenziell bleibt regelmäßig die Warmwassertemperatur zu überprüfen und eventuell manuell auf 75 Grad zu erhöhen. Denken Sie daran - die Gesundheit steht an oberster Stelle! Seien Sie also vorsichtig.

In Zukunft könnten moderne Steuerungssysteme » wie digitale Heizungsregler « helfen. Diese können die Einstellungen automatisch anpassen und bieten zudem Informationen zur Legionellenbildung. Halten Sie Ihre Heizungsanlage auf dem neuesten Stand um sowie Komfort als auch Sicherheit zu gewährleisten.






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