Die Frage des Besitzes: Umgangssprache versus Schriftsprache – Was ist korrekt?

Ist es grammatisch korrekt zu sagen "Das ist Lukas sein Auto"?

Uhr
Wenn es um den Besitz geht, gibt es im Deutschen vielfältige Möglichkeiten. Umgangssprachlich wird oft die Konstruktion „X sein Y“ verwendet. Das führt zu Verwirrung über die grammatische Korrektheit. Beispiel: "Das ist Lukas sein Auto." Ist sowas richtig? Was sagt die Grammatik dazu?

In der Alltagssprache – vor allem im Dialekt – wird diese Form als akzeptabel angesehen. Sie ist sogar weit verbreitet in bestimmten Regionen. Der Satz „Das ist Lukas sein Auto“ klingt in vielen Gesprächen ganz normal. Diese Form hat in der Schriftsprache allerdings nicht denselben Stellenwert. Hier sollte man besser zu Standardformen greifen.

Im Hochdeutschen spricht man häufiger von „Das Auto gehört Lukas“ oder „Das ist das Auto von Lukas“. Die Verwendung des Genitivs ist hier die geeignete Wahl ebenfalls wenn der Sächsische Genitiv ähnlich wie erkannt wird. Bei Lukas’ Auto gibt es keine Unklarheiten. Doch „Lukas sein Auto“ ist als possessiver Dativ bekannt. Diese sprachlichen Nuancen zeigen sich oft in der Kommunikation.

Ein interessanter Punkt ist, dass man bei Namen die mit "s" enden, ein Apostroph hinzufügt. Beispielsweise: „Das ist Marks Auto“ oder „Das ist Thomas’ Buch“. Das Apostroph zeigt die Zugehörigkeit an. Man sagt nicht „Mark sein Auto“. Es war nie falsch – trotzdem wird man oft darauf hingewiesen.

Doch wie verhält es sich mit umgangssprachlichen Varianten? Sie existieren und sind Teil unserer Kultur. Auch wenn sie am Ende des Satzes manchmal seltsam klingen – viel hängt vom Konab. Wenn man informell spricht ´ kann es nicht schaden ` so etwas zu verwenden. In professionellen oder schriftlichen Situationen sollte man jedoch vorsichtiger sein.

Fakt bleibt: Dass Sprache sich ständig weiterentwickelt. Umgangssprachliche Formen mögen unüblich erscheinen, werden aber oft akzeptiert. Die Frage der Korrektheit bleibt also eher eine Frage des Rahmens. Im Alltag hat sich die sprachliche Freiheit etabliert während formelle Kone eine präzise Ausdrucksweise verlangen.

Die Kommunikation im Deutschen zeigt ebenso wie wichtig der Ton und die Situation sind. „Lukas sein Auto“ mag umgangssprachlich durchgehen, allerdings im schriftlichen Ausdruck ist Präzision entscheidend. Im Endeffekt ist die Unsicherheit über diese Formulierung gar nicht ungewöhnlich. Die Diskussion darüber bleibt relevant in einer Zeit in der sich Sprache kontinuierlich weiter entfaltet.






Anzeige