In der Welt der Fotografie ist die Frage der Ästhetik von Bildern äußerst spannend. Zwei Fotos standen zur Diskussion – keines ohne Fehler. Das erste Bild litt unter einem unglücklichen Aufbau. Der Kirchturm prangte direkt an der Kante. Die Person—mit ihrem Blick Richtung des nicht erkennbaren Objekts—wirkt fehl am Platz. Zudem sorgen störende Elemente ´ ebenso wie ein Auto und eine Leuchtreklame ` für Ablenkung. Das zweite Foto hingegen schnitt nicht viel besser ab. Ein Fuß war abgeschnitten. Der Turm; zu weit links. Auch hier kamen störende Elemente wie ein Busdach und Kränen vor.
Einige Betrachter fühlten sich vom ersten Bild angezogen. Sie lobten den Hintergrund und die Botschaft die das Bild zu vermitteln scheine. Man könnte sagen es strahle weiterhin über die Stadt aus. Andere hingegen kritisierten beide Bilder und sahen einen hohen Kitschfaktor. Ein besserer Bildaufbau wäre wünschenswert gewesen. Ein häufig genannter Kritikpunkt war der ungünstige Blickwinkel der abgebildeten Personen. Das beeinflusste die Gesamtwirkung stark.
Die Entscheidung, welches Bild "besser" ist, beruht auf dem individuellen Geschmack. Der eine mag das erste Bild wegen des interessanten Hintergrunds; der andere favorisiert das zweite Bild, da der Fokus auf die Person ihm wichtiger erscheint. Jedes Urteil hängt von der persönlichen Interpretation ab. In zukünftigen Aufnahmen sollten Fotografen mehr Planung in ihren Bildaufbau und die Komposition investieren. Das Ergebnis könnte ein deutlich ansprechenderes Bild sein—äußere Einflüsse beiseite gelassen.
