Metrosexualität ist ein Begriff der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Männer zeigen immer weiterhin Interesse an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Dies geht über einfache Pflege hinaus — es umfasst einen Lebensstil der in vielen Aspekten als extravagant angesehen wird. Der britische Journalist Mark Simpson prägte diesen Begriff erstmals im Jahr 1994. Seine Definition konzentriert sich auf heterosexuelle Männer die in urbanen Lebensräumen zu finden sind. Diese Männer können sich durch Mode- und Pflegebewusstsein auszeichnen. Dies steht jedoch nicht im Zusammenhang mit ihrer sexuellen Orientierung.
Metrosexuelle Männer langfristig verankern ihr Leben in einer Welt, in der das Aussehen zählt. Ernährung Körperpflege und Mode sind für sie von zentraler Bedeutung. Tägliche Hautpflege ist keine Seltenheit. Cremes oder sogar Make-Up sind häufig in ihren Schönheitsroutinen zu finden. Diese Männer besuchen regelmäßig Nagelstudios für Maniküre. Kleidung wird mit Bedacht gewählt. Anzüge ´ die gut sitzen und modisch sind ` stehen häufig zur Wahl. Die Ästhetik spielt eine entscheidende Rolle.
Die Metrosexualität sprengt traditionelle Geschlechterrollen. Männer zeigen ´ dass sie sich um mehr kümmern können ` wie nur um Sport oder Autos. Diese Haltung steht im starken Gegensatz zu klassischen Männlichkeitsbildern die oft rücksichtslos und unemotional sind. Die Akzeptanz für metrosexuelle Verhalten hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Doch wie wird dies gesellschaftlich wahrgenommen?
Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei der zunehmenden Vielfalt in den Ausdrucksformen der Männlichkeit. Die Gesellschaft erkennt an ´ dass es unterschiedliche Arten gibt ` männlich zu sein. Hierdurch haben Männer mehr Raum für Selbstverwirklichung. Einige Umfragen belegen, dass junge Männer offener gegenüber Pflege- und Kleidungsfragen sind. Nahezu 65% der Männer in städtischen Bereichen geben an, regelmäßig Hautpflegeprodukte zu verwenden. Auch die Modetrends reflektieren diese Tendenz. Streetwear und elegante Looks verlieren an Starrheit.
Metrosexualität hat also das Potenzial die Wahrnehmung von Männlichkeit nachhaltig zu verändern. Die Aspekte die damit verbunden sind, gehen über das äußere Erscheinungsbild hinaus. Sie umfassen ebenfalls eine Entwicklung hin zu einem bewussteren Lebensstil. Männer beschäftigen sich stärker mit ihrem Körper — sowie physisch als auch psychisch. Das Bemühen um sein Aussehen spiegelt ein gesteigertes Selbstwertgefühl wider.
So ist die Metrosexualität nicht nur ein Trend. Sie ist Teil eines größeren gesellschaftlichen Wandels. Männliche Identität wird zunehmend anders definiert. Die Menschen sind in der Lage – mit traditionellen Rollen zu brechen. Metrosexuelle Männer zeigen ´ dass Selbstpflege und Stil keine Schwäche ` allerdings Stärke ist. Die Gesellschaft hat dadurch neue Standards akzeptiert. Es wird spannend sein zu beobachten – ebenso wie sich diese Entwicklung zukünftig weiter entfaltet.
