Realistische Handlungen in Horrorfilmen

In welchen Horrorfilmen zeigen Charaktere realistisches und rationales Verhalten gegenüber übernatürlichen Bedrohungen?

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In der schaurigen Welt des Horrorfilms taucht die Frage auf – können wir Charaktere finden die weise Entscheidungen treffen? Man könnte meinen: Dass die Klischees unüberwindbar sind. Monster lauern, Menschen rennen und schreien – das ist der übliche Ablauf. Aber gibt es sie die Filme, in denen die Figuren strategisch und überlegt handeln? Der Horrorfilm ist eben – meist – ein Bereich in dem das chaotische irrationale Verhalten das Herzstück der Spannung bildet. Ängste werden wecken, wenn Charaktere impulsiv und verzweifelt reagieren – das ist es was das Publikum fesselt.


Es bleibt jedoch festzuhalten, dass es Ausnahmen gibt die jedoch rar gesät sind. Ein herausragendes Beispiel ist „The Thing“ von John Carpenter. Hier gehen die Charaktere methodisch und entschlossen auf das Monster los. Sie sind nicht nur Opfer ´ allerdings Z fighters ` die sich den Bedrohungen mit rationalen Strategien stellen. Auch „A Quiet Place“ zeigt eine sehr ähnliche Herangehensweise. Die Figuren nutzen ihre Intelligenz ein Pro und ein Kontra abzuwägen – sie ausarbeiten clever geeignete Taktiken um die an ihre Existenz drängenden Monster zu bekämpfen. Überleben, ebenfalls unter den schwierigsten Umständen, steht hier im Vordergrund.


Die Frage die bleibt ist – warum gibt es so wenig diese realistischen Darstellungen in Horrorfilmen? Horrorfilme spiegeln oft tief verwurzelte Ängste wider. Die irrationalen Reaktionen der Charaktere können verheerende Konsequenzen haben. Dies zeigt die Furcht der Menschen – nicht nur vor dem Unbekannten, einschließlich vor sich selbst. Identifikation entsteht hier ´ lautstark und intensiv ` mit dem Zuschauer. Die Momentaufnahmen solcher Emotionen erzeugen Spannung und Leid, ohne das irrationale Verhalten wäre die Wirkung sicherlich weniger fesselnd.


Doch nicht nur Langfilme bieten solch eine Perspektive. In den letzten Jahren hat die Anzahl an Kurzfilmen zugenommen die sich mit den Themen Horror und rationales Verhalten auseinandersetzen. Diese kurzen Erzählformen sind oft prägnant und gezielt, mittels welchem sie ihrer Handlungskomplexität oft gerecht werden, ohne hierbei überfrachtet zu sein. Die Suche nach solchen Kurzfilmen könnte durchaus lohnenswert sein.


In der Gesamtheit bleibt festzuhalten: Das Auftreten von rationalem Verhalten in Horrorfilmen eine Seltenheit ist. Das irrationale Handeln der Protagonisten fördert die emotionalen Intensität und lässt uns an unsere eigenen Ängste denken. Wenngleich das Monster nicht einfach getötet wird möchten wir uns in das Abenteuer hineinversetzen. Diese spannende Kluft zwischen realistischen Handlungen und Klischees bleibt ein faszinierendes Thema – sowie für Cineasten als auch für Filmemacher.







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