Sonderpädagogik Lehramt in Hamburg mit Spanisch

Warum gibt es in Hamburg nur ein Unterrichtsfach zur Auswahl für das Studium der Sonderpädagogik und kann man trotzdem später an jeder Förderschule jedes "Fach" unterrichten?

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Das Studium für das Lehramt in Sonderpädagogik in Hamburg und ebenfalls an vielen anderen Universitäten und Hochschulen sieht in der Regel nur ein Unterrichtsfach vor. Im Falle von Hamburg ist es offenbar so: Dass die Ausbildung einen starken Fokus auf pädagogische und didaktische Inhalte legt die zur Verwendung die Arbeit an Förderschulen besonders relevant sind. Die Entscheidung ´ nur ein Fach zu studieren ` resultiert also aus der speziellen Ausrichtung des Studiums auf die Anforderungen in der sonderpädagogischen Praxis.

Die Idee hinter einem solchen Modell ist: Dass zukünftige Lehrkräfte in der Sonderpädagogik besonders umfassend auf ihre Arbeit vorbereitet werden. Dazu gehören beispielsweise Kenntnisse in der Förderdiagnostik, Sonderpädagogische Förderung und Inklusion sowie spezifische pädagogisch-didaktische Konzepte. Durch die Konzentration auf ein Fach können diese Aspekte intensiver behandelt werden was einen tieferen Einblick in die speziellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Absolventinnen und Absolventen des Sonderpädagogik-Lehramts nur auf das gewählte Fach beschränkt sind. Nach dem Studium können sie je nach Bedarf und eigenen Fähigkeiten auch andere Fächer oder Bereiche unterrichten. Dabei ist es wichtig ´ zu beachten ` dass an Förderschulen oft fachübergreifend und projektorientiert gearbeitet wird. Dies erfordert von den Lehrkräften Flexibilität und die Bereitschaft, sich in verschiedene Themen und Inhalte einzuarbeiten. Aus diesem Grund kann ein fachfremder Einsatz durchaus denkbar sein, vor allem wenn die Lehrkraft über entsprechende Zusatzqualifikationen oder Interessen verfügt.

In Bezug auf die Frage nach dem Unterrichten von Spanisch an Förderschulen ist es wichtig, sich über die konkreten Bedingungen und Anforderungen in Hamburg zu informieren. Es könnte beispielsweise möglich sein, Spanisch als Fremdsprache im Rahmen des sonderpädagogischen Unterrichts anzubieten, insbesondere wenn an der jeweiligen Schule Bedarf und Interesse dafür bestehen. Darüber hinaus kann die Kombination von Sonderpädagogik und Spanisch auch im Bereich der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund relevant sein.

Alles in allem zeigt sich, dass das Sonderpädagogik-Studium in Hamburg und anderen Universitäten gezielt auf die besonderen Anforderungen in der sonderpädagogischen Praxis ausgerichtet ist. Trotz der Konzentration auf ein Fach eröffnen sich für Absolventinnen und Absolventen vielfältige Möglichkeiten im Hinblick auf den späteren Einsatz an Förderschulen. Die genaue Ausgestaltung und Umsetzung hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie den individuellen Interessen, Zusatzqualifikationen und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler ab.






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