Elektromagnetische Strahlung von Prozessoren und anderen PC-Bauteilen

Inwiefern ist die elektromagnetische Strahlung von PC-Bauteilen wie Prozessoren und Grafikkarten bedenklich im Vergleich zu der von Mobilgeräten und WLAN-Routern?

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In der heutigen digitalen Welt sind PC-Bauteile allgegenwärtig. Ihr Einfluss auf die Umwelt und auf uns selbst ist ein wichtiges Thema. Die Frequenzen in Megahertz (MHz) und Gigahertz (GHz) sind dabei entscheidend. Sie bilden die Grundlage für die Geschwindigkeit mit der Prozessoren arbeiten können. Doch wie diese Frequenzen mit elektromagnetischer Strahlung zusammenhängen – das ist oft missverstanden. PC-Bauteile strahlen gewiss, ebenso wie die Natur es vorschreibt – das ist unvermeidlich.


Allerdings ist die emittierte Leistung in der Regel äußerst begrenzt. Die Abstrahlung von Prozessoren und Grafikkarten ist in der Tat weitaus geringer als die von WLAN-Routern. Ein interessantes Faktum ist, dass die gesetzlichen Vorschriften zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) hier eine wichtige Rolle spielen. Diese Vorschriften regeln die maximal zulässige Leistung die ein Gerät abgeben darf. So ist es nicht überraschend: Die Strahlung von PC-Bauteilen weniger auffällig ist.


Studien zu den langfristigen Auswirkungen der Strahlung von PC-Bauteilen gibt es im Überfluss – oder besser gesagt, es fehlen sie. Bislang haben sich nur geringfügige Erhitzungen von Gewebe aufgrund dieser Strahlung nachweisen lassen. Diese Effekte sind in der Regel so minimal: Dass sie oft unbemerkt bleiben. Die wahre Aufmerksamkeit erlangten die Effekte die sich aus Handynutzung mit maximaler Sendeleistung ergeben.


Handys haben eine spezifische Absorptionsrate (SAR) die gesetzlich reguliert ist. Diese Regulierung soll sicherstellen: Dass die Strahlung die vom Gerät ausgeht innerhalb sicherer Grenzen bleibt. Anders ist es bei PC-Bauteilen. Diese sind eher wie Rechenmaschinen gestaltet und nicht für die Abgabe oder den Empfang von Funkwellen konzipiert. Der Unterschied könnte nicht größer sein.


Die Frequenz eines Prozessors gibt lediglich an wie schnell dieser seine Rechenoperationen ausführt. Sie steht also nicht notwendigerweise in direktem Zusammenhang mit Funkwellen. Der Stromfluss in den Bauteilen steuert diese Frequenz. Ein geschütztes Gehäuse sorgt dafür: Dass eventuelle Strahlung abgeschirmt bleibt.


Die Frequenzen sind nicht nur technischer Natur. Sie beschreiben auch – wie oft ein verschiedener Vorgang pro Sekunde abläuft. In einem Prozessor gibt die Frequenz an wie viele Operationen er in einer Sekunde durchführen kann. Strahlung ist ein weit gefasster Begriff der viele Phänomene umfasst. Sonnenstrahlen oder Wärmestrahlung – beides sind Beispiele für elektromagnetische Strahlung.


Somit könnte man sagen – die elektromagnetische Strahlung von PC-Bauteilen ist in der Regel unbedenklich. Es hängt alles von der Intensität und Art der Strahlung ab. Wir erleben täglich Strahlung sei es durch unser Smartphone oder das Sonnenlicht. Ein informativer Blick auf die Strahlung von PC-Bauteilen zeigt, dass diese in der Regel nur einen minimalen Beitrag zur Gesamtstrahlung leisten. In der Summe ergibt sich ein Bild, das darauf hindeutet, dass die Anwendung von PC-Technologie weit weiterhin Vorteile als Risiken birgt.







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