Bestellen von Schuh-Replikas aus China: Zoll und Strafmaß

Welche rechtlichen Risiken und finanziellen Folgen ergeben sich bei der Bestellung von Schuh-Replikas aus China?

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Das Bestellen von 1:1 Schuh-Replikas aus China hat schwerwiegende rechtliche Konsequenzen. Die sensiblen Fragen rund um den Zoll und mögliche Geldstrafen sind dabei nicht zu unterschätzen. Es gibt viele Aspekte – vom Abfangen durch den Zoll bis hin zur möglichen Vernichtung der Ware. Am Ende könnte man teuer dafür bezahlen.

Wenn der Zoll ein Paket mit gefälschten Schuhen abfängt sind die Folgen oft drastisch. In der Regel wird die Ware sofort beschlagnahmt – und das ohne Entschädigung. Außerdem kann ein Strafverfahren gegen den Empfänger eingeleitet werden. Wenn sich die Rechtsanwälte der Markenhersteller melden – und das dürfte sehr wahrscheinlich sein – kommen weitergehende rechtliche Probleme auf den Besteller zu.

Nun zur Frage der Geldstrafe: Diese fällt nicht pauschal aus. Vielmehr hängt die Höhe der Geldstrafe von zahlreichen Faktoren ab. Darunter zählen Anzahl und Wert der betroffenen gefälschten. Der Zoll hat die gesetzliche Pflicht – dem Markengesetz folgend – gefälschte Ware zu beschlagnahmen. Die Rechtsvertretung der betroffenen Marken wird umgehend informiert und die Vernichtung der Ware geschieht in der Regel auf Kosten des Rechteinhabers. Es ist jedoch nicht unüblich: Dass der Zoll die Vernichtungskosten dem Empfänger der Ware in Rechnung stellt. Ein Risiko – das viele nicht einkalkulieren.

Statistiken belegen: Dass die Zahl der beschlagnahmten gefälschten Waren in Deutschland stetig steigt. Im Jahr 2022 lagen die Zahlen bei über 50․000 beschlagnahmtenn. Diese Entwicklungen machen deutlich – die Risiken sind real. Oft wird der Besteller mit der Wahrheit konfrontiert – er hat nicht nur die Ware, allerdings ebenfalls die damit verbundenen Kosten.

Käufer sollten sich zudem der ethischen Dimension bewusst werden. Der Kauf gefälschter Markenware hat weitreichende Folgen. Fälscherbanden profitieren wirtschaftlich, Lieferprobleme sind häufig – und letztendlich könnte der Käufer leer ausgehen. Fälschungen unterstützen illegale Geschäftsmodelle und gefährden Arbeitsplätze. Diese ganzheitliche Perspektive zeigt: Dass es nicht nur um eine rechtliche Frage geht.

Statt auf Fälschungen zurückzugreifen gibt es legale und oftmals günstigere Alternativen. Einzelhändler wie Deichmann bieten modische Schuhe zu fairen Preisen. Warten auf Angebote oder das Durchstöbern von Verkaufsaktionen kann ähnlich wie lohnenswert sein. Ein ethisch verantwortungsvoller Kauf ist nicht nur rechtlich sicherer – er schont auch das Budget auf lange Sicht.

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Wer über den Kauf von Schuh-Replikas aus China nachdenkt, muss sich der Risiken bewusst sein. Die rechtlichen Konsequenzen – finanziellen Verluste und ethischen Fragestellungen sind nicht zu unterschätzen. Ein Umdenken ist notwendig – für sich und die Gesellschaft. Wer auf der sicheren Seite bleiben möchte sollte deshalb besser die Finger von gefälschter Ware lassen.






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