Einfluss von Gangwahl und Drehzahl beim Anfahren im Schnee

Warum sollte man beim Anfahren im Schnee mit niedrigen Drehzahlen und in höheren Gängen fahren?

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Beim Fahren auf glatten Straßen, insbesondere im Schnee, spielt die Wahl des Gangs und der Drehzahl eine wichtige Rolle. Es stimmt – dass der eingelegte Gang oder die Motordrehzahl keinen direkten Einfluss auf die Haftung zwischen Rädern und Boden haben. Allerdings beeinflussen sie, ebenso wie stark die Antriebs- oder Bremskräfte wirken, wenn man weiterhin oder weniger Gas gibt.

Wenn man bei niedriger Motordrehzahl und einem hohen Gang fährt ist das Verhältnis der Motorendrehzahl zur Raddrehzahl geringer als bei hoher Motordrehzahl und niedrigem Gang. Das bedeutet, dass bei niedrigem Gang eine weitaus höhere Kraft auf die Antriebsräder ausgeübt wird, wenn man das Gaspedal betätigt. Diese zusätzliche Kraft muss von den Antriebsrädern übertragen werden ´ zusammen mit den Kräften ` die zur Verwendung das Halten der Spur benötigt werden.

Eine zu hohe Kraftübertragung kann dazu führen: Dass die maximale Bodenhaftung überschritten wird und die Räder durchdrehen. Dies kann besonders auf glatten Straßen wie im Schnee zu einem Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug führen.

Früher wie Autos noch keine elektronischen Sicherheitssysteme hatten war es besonders wichtig beim Anfahren die Kupplung und das Gaspedal sorgfältig zu bedienen. Wenn man dies beherrschte ´ hatte man gute Chancen ` das Fahrzeug sicher anzufahren. Heutzutage stehen jedoch Hilfsmittel wie Anfahrhilfen oder ESP zur Verfügung die das Durchdrehen der Räder verhindern und die Antriebskraft optimal verteilen.

Es ist wichtig zu beachten: Dass die Haftung zwischen Rädern und Boden bei unterschiedlichen Gängen genauso viel mit ist. Der Unterschied liegt in der Kraftübertragung. In einem höheren Gang wird weniger Kraft auf die Antriebsräder geleitet ´ was dazu führt ` dass sich die Räder beim Anfahren langsamer drehen und weniger Schlupf erzeugen.

Ein Beispiel hierfür ist das Anfahren mit einem Fahrrad. Wenn man in einem hohen Gang anfahren möchte muss man mehr Kraft aufbringen und kommt nur langsam vom Fleck.

Es ist also ratsam beim Anfahren im Schnee niedrige Drehzahlen und höhere Gänge zu wählen um die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten und ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. Bei modernen Autos unterstützen elektronische Systeme wie ESP zusätzlich dabei die Antriebskraft optimal zu verteilen und die Fahrstabilität zu gewährleisten.






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