Geköpfte CPU und Alu-Kühler: Gibt es ein Risiko?

Welches Risiko besteht beim Einsatz von Flüssigmetall auf geköpften CPUs in Verbindung mit Aluminiumkühlkörpern?

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In der Welt des PC-Übertaktens und der verbesserten Kühltechnik ist das Köpfen von CPUs eine beliebte Methode. Der Schlüsselgedanke dahinter ist einfach: Die Standardmetallabdeckung, ebenfalls IHS (Integrated Heat Spreader) genannt, wird entfernt um Flüssigmetall direkt auf den siliziumhaltigen Kern aufzutragen. Die damit verbundene Theorie ´ reduzierter thermischer Widerstand ` ist ein vollkommen überzeugender Grund. Aber was ist mit der Verwendung solcher Konfigurationen auf Aluminiumkühlern? Die Bedenken sind mehrere – und die Risiken sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Flüssigmetall ein ausgeklügeltes Kühlmedium kann beim Kontakt mit Aluminium unerwünschte chemische Reaktionen hervorrufen. Vor allem Gallium ein Bestandteil der meisten Flüssigmetalle steht im Verdacht, Aluminium zu korrodieren. Diese sogenannte Gallium-Korrosion kann schwerwiegende Schäden am Kühler anrichten. Wer also daran denkt diese Materialien zu kombinieren, sollte sich ernsthaft fragen: Ist das verwendete Flüssigmetall sicher in der Anwendung zusammen mit Aluminium? Hersteller bieten mittlerweile spezielle Flüssigmetalle an die weder Korrosion verursachen noch die physikalischen Eigenschaften der Kühler beeinträchtigen.

Doch damit nicht genug – die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigmetalle sollte ähnlich wie nicht unterschätzt werden. Wenn Flüssigmetall auf die Kontakte der CPU gelangt kann dies fatale Folgen haben. Kurzschlüsse, Überhitzung und letztlich Hardware-Ausfall sind nur einige der potenziellen Gefahren. Um diese Risiken zu minimieren, sollten Anwender beim Auftragen von Flüssigmetall äußerst präzise arbeiten. Eine Schicht Wärmeleitpaste aus Silikon oder einem anderen isolierenden Material kann eine zusätzliche Sicherheitsschicht bieten. Diese Sorge ist nicht unbegründet; Fehler können teuer werden.

Es wäre jedoch fahrlässig die Garantie der CPU außer Acht zu lassen. Einmal geköpft, gilt die Garantie als erloschen – sozusagen eine „Wenn-Dann“-Situation für den Enthusiasten. Wer während des Prozesses Fehler macht, hat schließlich keine Rückfalle mehr. Daher wird oft geraten – sich ebendies über die Vorgehensweisen zu informieren. Eine professionelle Hilfe oder detaillierte Anleitungen können in solchen Fällen Gold wert sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dass eine geköpfte CPU mit Flüssigmetall durchaus auf einem Aluminiumkühler montiert werden kann. Die Hauptvoraussetzung ist die Kompatibilität – sowie chemisch als auch elektrisch. Die Wahl des richtigen Flüssigmetalls spielt eine entscheidende Rolle und die gesteigerte Vorsicht beim Auftragen ist unerlässlich. Wärmepasten können zwischen Chip und Kühler die notwendige sichere Isolierung gewährleisten. Vor allem sollten die Risiken umfassend evaluiert werden bevor man diesen Schritt wagt. Wenn Unsicherheiten bestehen, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden – denn der Preis für Nachlässigkeit kann hoch sein.






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