Ablesen des Stromzählerstands: Muss ein Mitarbeiter vorbeikommen oder kann ich den Stand selbst angeben?

Muss ich den Zählerstand meines Stromzählers selbst angeben oder wird er abgelesen?

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Der Zählerstand. Eine oft unterschätzte jedoch essentielle Aufgabe im Alltag. Immer wieder stellen sich Kunden die Frage ob sie selbst aktiv werden müssen oder ob ein Mitarbeiter des Stromanbieters ihnen zu Hilfe kommt. Grundsätzlich gilt – das Ablesen des Stromzählerstands kann in vielen Fällen tatsächlich auf Selbstinitiative des Kunden beruhen. Dies bringt zahlreiche Vorteile mit sich.

Um den Hintergrund zu verstehen, betrachten wir die Kostenstruktur: Ein Mitarbeiter der zur Ablesung geschickt wird, verursacht Kosten. Diese Kosten sind nicht gering. Folglich wird ein Teil dieser Last letztendlich dem Kunden aufgebürdet. Kostenreduzierung. Das ist das Ziel. Indem Kunden selbst aktiv werden und ihren Zählerstand ablesen, werden diese zusätzlichen Ausgaben vermieden.

Auch wird von den Stromanbietern bereits der vorherige Zählerstand erfasst. Wurde eine Wohnung neu bezogen – so hat der Anbieter in der Regel den Wert vom vorherigen Mieter. Dies schafft eine Grundlage – eine Sammlung an Informationen. Zweifel an einem angegebenen Zählerstand können dadurch auf Grundlage dieser Daten überprüft werden. Zum Beispiel – wie ebendies stimmt der neue Wert im Vergleich zum Alten? Eine Abweichung könnte genauso viel mit auf ein Problem hinweisen.

Doch nicht nur einmal ablesen ist im Spiel. Der Stromanbieter behält sich vor, regelmäßig Kontrollen durchzuführen. Diese finden meist einmal jährlich statt. Ein plausibler Zählerstand. Dies ist die Voraussetzung. Wird ein aufgezeichneter Wert als nicht plausibel erachtet, kann sofortige Überprüfung geschehen. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.

Die Anbieter haben außerdem Zugriff auf Informationen über den durchschnittlichen Verbrauch ihrer Kunden. Auf Basis dieser Zahlen kann ein etwaiger Zählerstand kalkuliert werden. Eine deutlich hohe Abweichung – das könnte problematisch sein. Wenn der gemeldete Wert erheblich abweicht, wird eine Überprüfung oft unumgänglich.

Wenigstens gibt es Entwarnung für die Nutzer: Geringe Abweichungen beispielsweise unter 50 kWh werden oft als unproblematisch betrachtet. In diesen Fällen bleibt die Wahrscheinlichkeit, dass Maßnahmen ergriffen werden, extrem niedrig. Hier wird eine gewisse Gelassenheit an den Tag gelegt – Differenzen werden nicht so schnell als 'verdächtig' gewertet.

Um es klar zu sagen: Es liegt in der Verantwortung der Kunden, den Zählerstand genau zu erfassen und zu kommunizieren – um Missverständnisse auszuschließen und vor allem um strafrechtlichen Konsequenzen vorzubeugen, wenn einmal der Stand nicht genauen Angaben entspricht.

Fazit – Jeder sollte sich der Verantwortung bewusst sein. Selbstablesung kann so einfach sein. Kundenaktivitität ist der Schlüssel. Die Kommunikation mit dem Stromanbieter wird gestärkt und der Prozess optimiert. Schade ist – dass viele diese Möglichkeit nicht wahrnehmen. Nutzen Sie die Chance – handeln Sie eigenverantwortlich!






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