Whatsapp im Geschäftsverkehr: Unprofessionell oder zeitgemäß?
Die Verwendung von Whatsapp zur Klärung, ob eine geschäftliche E-Mail beim Empfänger eingegangen ist, wird häufig kritisch betrachtet. Dabei ist die Frage nicht nur eine Frage des Stils. Vielmehr berührt sie grundlegende Kommunikationsnormen in der Geschäftswelt. Grundlegend ist Whatsapp als Messaging-App konzipiert worden. Der private Austausch von Nachrichten steht im Vordergrund. Im beruflichen Umfeld dominiert jedoch häufig der E-Mail-Verkehr. Deshalb stehen viele vor der herausfordernden Entscheidung ob Whatsapp wirklich der richtige Kanal für geschäftliche Anfragen ist oder ob man besser darauf verzichten sollte.
Die Vorstellung einen Anruf zu tätigen ist eine gängige Alternative. Ein Anruf wird in vielen Professionen als Ausdruck von Ernsthaftigkeit wahrgenommen. Gleichzeitig ermöglicht er eine sofortige Klärung. Doch ebenfalls hier ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Eine adäquate Wartezeit ist wichtig. So könnte der Empfänger durchaus beschäftigt sein mit anderen Aufgaben. Vor diesem Hintergrund sollte man die eigene Anfrage gut timen.
Die Dringlichkeit der Angelegenheit spielt eine wesentliche Rolle. Wenn eine schnelle Antwort notwendig ist könnte Whatsapp als Kommunikationsmittel legitim erscheinen. Man muss dabei jedoch vorsichtig vorgehen. Es ist wichtig – den Empfänger nicht zu belästigen oder zu drängen. Zu viel Druck könnte die Arbeitsbeziehung belasten. Die Handlung sollte respektvoll und bedacht stattfinden.
Zusätzlich sind die bestehenden Kommunikationsgewohnheiten zwischen den beiden Parteien zu berücksichtigen. Wenn der Geschäftspartner vertraut ist mit der Nutzung von Whatsapp für geschäftliche Anliegen, dann könnte dies die Situation auflockern. Eine Grundsatzfrage taucht hier auf. Ist der Austausch auf Whatsapp bereits formell vereinbart? Oft sind solche individuellen Kommunikationsprotokolle im Geschäftsleben nicht klar definiert. Das führt zu Unsicherheiten.
Statistiken zeigen: Dass rund 2 Milliarden Menschen weltweit Whatsapp nutzen. Der Einfluss von Messaging-Apps wächst rasant. Laut einer Umfrage von Statista aus dem Jahr 2021 nutzen mittlerweile weiterhin als 60 % der Befragten Whatsapp für berufliche Kommunikation. Diese Zahlen verdeutlichen den Trend zur Nutzung moderner Kommunikationsmethoden. Dennoch gibt es nach wie vor Skeptiker die den traditionellen E-Mail-Verkehr als sicherer erachten.
Zusätzlich ist es wichtig zu erwähnen, dass viele E-Mail-Anbieter mittlerweile über Benachrichtigungsfunktionen verfügen. Diese informieren den Absender über Zustellprobleme. Fehlt eine solche Rückmeldung ist das Erhalten der E-Mail wahrscheinlich. Dieses Wissen kann die Unsicherheit bei der Nutzung von Whatsapp verringern.
Insgesamt lässt sich festhalten: Die Entscheidungen in Bezug auf Whatsapp im geschäftlichen Konsollten wohlüberlegt sein. Es gilt ´ die Beziehung zum Geschäftspartner ` die Dringlichkeit und die gewohnten Kommunikationsmuster zu berücksichtigen. Ein respektvoller Umgang ist unerlässlich um ein positives Arbeitsklima zu schaffen. Die richtige Balance zu finden ist der Schlüssel. So bleibt der die Kommunikation effektiv und professionell.