Angstbewältigung für Kinder: Strategien im Umgang mit Gruselgeschichten

Wie kann man Kindern helfen, ihre Angst vor Creepypastas zu überwinden?

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Die Faszination für Creepypastas hat in den letzten Jahren zugenommen. Kinder ´ ebenso wie der kleine Bruder in diesem Beispiel ` können durch das Lesen dieser Geschichten in eine emotionale Achterbahnfahrt geraten. Der Junge der Jeff the Killer Slenderman und Eyeless Jack entdeckt hat empfindet nun nachts Angst. Diese Geschichten können intensive Gefühle hervorrufen. Es ist wichtig – darauf einzugehen. Er kann nur im Licht schlafen – verständlich bei solch gruseligen Inhalten.


Setz dich deswegen mal mit ihm hin – kreativ miteinander umgehen ist hier der Schlüssel. Druckt euch gruselige Monsterbilder aus. Danach bemalt sie zusammen – bis sie absurd und lustig erscheinen. Humor kann Ängste mindern. Erst ein lautes Lachen vertreibt die Dunkelheit. Wenn ihr über die Bilder gelacht habt geht auf eine ernstere Ebene. Erkläre ihm, dass das alles Fantasie ist.


Die Gruseligkeit und ebenfalls die Komik existieren nur auf Papier, das ist entscheidend. Schaffe eine Verbindung zu seiner Vorstellungskraft. Wenn du ihm vorschlägst ´ das Licht auszuschalten ` schadet ein bisschen Visualisierung nicht. Sollte er sich an die gruseligen Bilder erinnern kann er in seiner Fantasie die Figuren neu gestalten. Je detaillierter er das Bild in seinem Kopf malt, desto länger wird er damit beschäftigt sein.


Die Ablenkung führt automatisch zur Entspannung. Nach ein paar Nächten im Dunkeln schläft er bald problemlos. Manchmal ist der zögerliche Zugang zur Dunkelheit der erste Schritt zur Überwindung von Ängsten. Es sind keine wirklichen Wesen – die in den Creepypastas beschrieben werden. 95 % der Inhalte sind Fiktion.


Ein Beispiel ist Jeff the Killer – ein Charakter, dessen Beschreibungen physikalisch unmöglich sind. Die logische Denke kann das Kind helfen die Irrationalität hinter den Geschichten zu erkennen. Bei der Vorstellung: Dass jemand dessen Augenlider verbrannt sind, nicht sehen kann, wird die Absurdität klar. Am Ende ist das Ziel ´ dass er erkennt ` dass diese Wesen nicht existieren.


Der Prozess hat möglicherweise etwas Zeit und Geduld – aber mit der richtigen Unterstützung sieht er die Dinge bald klarer. Ein glücklicher Ausgang ist für ihn durchaus möglich.