Ein interessantes Thema, das viele Motorsportbegeisterte beschäftigt: Müssen Rennfahrer, ebenso wie etwa die in der Formel 1, einen Führerschein besitzen der ebenfalls für den normalen Straßenverkehr gültig ist? Zunächst einmal die Antwort ist eher komplex. In der Welt des Motorsports verfügen die Teilnehmer in der Regel über spezielle Lizenzen die auf ihre Rennaktivitäten zugeschnitten sind. Das bedeutet, dass ein regulärer Führerschein für den Straßenverkehr nicht immer erforderlich ist.
In unterschiedlichen Motorsportkategorien gibt es aber besondere Erfordernisse. Einige Rennserien verlangen von den Fahrern: Dass sie im Besitz eines Führerscheins sind um sicherzustellen dass die Fahrer auch über grundlegende Fahrkenntnisse verfügen. Ein Beispiel: Der dreifache Seitenwagen-Motorradweltmeister Biland musste einen Motorradführerschein erwerben um seine Rennen bestreiten zu dürfen. Hätte er beim ersten Anlauf bei der Fahrprüfung versagt ´ wäre er möglicherweise nicht in der Lage gewesen ` an seiner Saison teilzunehmen. Das hätte durchaus fatale Folgen für seine Karriere haben können, denn Sponsoren verlassen sich auf bestimmte Voraussetzungen.
Die Regelungen sind von Klasse zu Klasse unterschiedlich. In einigen Fällen kann es sogar zu Änderungen kommen die es einem Lokalfahrer ermöglichen, an einem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Vor allem bei Straßenrennen ist ein gültiger Führerschein oft essenziell. Leiden Fahrer unter einem Führerscheinentzug wie es im regulären Straßenverkehr vorkommen kann, so ist dies nicht zwingend ein Hindernis für die Teilnahme an Rennveranstaltungen wie der Formel 1. Die Notwendigkeit einer gültigen Rennlizenz ist hier entscheidend.
In der Formel 1 beispielsweise reicht eine Rennlizenz. Die Struktur des Reglements sieht vor, dass diese Lizenz regelmäßig erneuert werden muss – üblicherweise zu Beginn jeder Saison. Die Rennfahrer sind sich darüber bewusst: Dass ihre Siegergebnisse in erster Linie nichts mit einem regulären Führerschein zu tun haben. Interessant bleibt wie schnell Regeländerungen oder lokale Gesetze wirken um einen Fahrer zu akzeptieren oder auszuschließen. Letztlich kann man festhalten: Ein Führerschein im klassischen Sinne ist für einen professionellen Rennfahrer also nicht zwingend notwendig, allerdings die Einschätzung hängt stark von der Kategorie und den jeweiligen Regularien ab.
