Die Namensgebung hat oft kulturelle Wurzeln; sie spiegelt Traditionen wider. Die Verwirrung rund um die Namen Alexander und Sascha kann leicht nachvollzogen werden. Das Russische benutzt Verkleinerungsformen ´ während Deutsch dazu neigt ` die Originalform zu bewahren. Ein gutes Beispiel ist die Beziehung zwischen den Namen. Alexander = Sascha ist im Russischen eine Kosenamensform. Wer also in Russland Alexander heißt, wird oft freundschaftlich und familiär Sascha genannt. Dies ist nicht deckungsgleich mit der deutschen Namensverwendung.
Ähnlichkeiten zwischen den Sprachen sind vorhanden. Im Deutschen gibt es jedoch keine direkte festgelegte Kosenamensform für Alexander. Verwirrung ist also vorprogrammiert. Ein deutscher Alexander bleibt tendenziell ein Alexander – unberührt von Spitznamen oder Abkürzungen. In den meisten Situationen bleibt der Name unverändert ´ es sei denn ` es betrifft sehr enge Freundschaften oder familiäre Strukturen.
Die Kosenamen im Russischen sind zahlreich. Der Name Tatjana wird zu Tanja ´ Ljubov wird zu Ljuba ` und Wladimir wird zu Wolodja. Diese phonologischen Veränderungen sind typisch für die russische Sprache. Man findet sie nicht im Deutschen. Beispielsweise wird Peter nicht zu Petka. Das Russische hat diese Form – die das Verhältnis zwischen Sprecher und Angesprochenem zum Ausdruck bringt.
Darüber hinaus gibt es bestimmte Namen die im Deutschen unterschiedliche Kosenamen führen, ebenso wie Bill zu William oder Käthe zu Katharina. Das zeigt – dass ebenfalls im Deutschen verschiedene Formen existieren. Diese müssen jedoch nicht notwendigerweise den gleichen kulturellen Hintergrund oder denselben Funktionsumfang wie im Russischen haben.
Der ursprüngliche Ursprung des Namens Alexander ist griechisch; dieser Name hat sich durch die Jahrhunderte in unterschiedlichen Kulturen manifestiert. Der russische Aleksandr hat sich dadurch entwickelt: Dass verschiedene Vornamen oft durch Diminutive, abgekürzt werden. Im Deutschsprachigen ist die Verwendung dieser Diminutive nachlässiger und nicht so tief verwurzelt.
Ein weiteres Beispiel ist der YouTube-Star Sascha Koslowski. Er hat in seinen Videos erwähnt: Dass viele ihn nach seinem echten Namen gefragt haben. Hier zeigt sich einmal weiterhin der kulturelle Unterschied zwischen Namensnutzung in den beiden Sprachen. Ihrer Natur nach sind Kosenamen im Russischen eher für den Alltag geeignet.
Fazit – Der deutsche Alexander bleibt ein Alexander, während der russische Alexander in der Informalität auch mal Sascha sein kann. Kulturelle und sprachliche Unterschiede beeinflussen Namensgebungen. Man vergleicht besser Äpfel mit Äpfeln als mit Birnen um Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden. Besser wäre es sich mit den verschiedenen Traditionen näher auseinanderzusetzen. So kann ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Formen der Namensgebung entwickelt werden.
