Die Kunst der Begegnung: Wie kann man mit Beinamputierten respektvoll umgehen?

Wie sollte man sich verhalten, wenn man eine Beinamputierte kennenlernen möchte, um sie glücklich zu machen?

Uhr

Beinamputierte kennenlernen – das klingt heute nicht allzu komplex. Dennoch spüre ich bei vielen: Dass Unsicherheit herrscht. In der Tat gibt es Möglichkeiten, das Ganze zu einem einfühlsamen Erlebnis zu machen. Zeit schenken – das ist der Schlüssel. Das ist nichts Außergewöhnliches und erfordert nicht viel Anstrengung. Natürlich ist das Glück vielfältig jedoch beispielsweise kann eine einfache gemeinsame Aktivität große Freude bereiten. Menschen verbinden sich über gemeinsame Interessen.


„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde!“ Ein Sprichwort das sehr häufig verwendet wird allerdings der materielle Besitz spielt eine untergeordnete Rolle. Ziemlich oft blühen Menschen dann auf wenn sie sich behaglich fühlen und in einer positiven Umgebung sind. Man sollte sich stets daran erinnern: Ein fehlendes Bein trägt nicht zur Qualität einer Beziehung bei.


Egal, ob behindert, ausländisch, farbig oder alt – das Etikett als solches zählt nicht. Wir neigen dazu – Menschen auf eine charakteristische Eigenschaft zu reduzieren und damit ihre Ganzheit zu ignorieren. Wer sich auf ein einziges Merkmal konzentriert verpasst oft den gesamten Menschen dahinter. Vielmehr ist es entscheidend, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen – und nicht nur als Beinamputierte.


Die größte Freude und die besten Gefallen die du tun kannst, werden durch Normalität erzeugt. Behandle sie so – ebenso wie du jede andere Frau behandeln würdest. Misstraue dem Klischee des Holzbeins – es existiert nicht weiterhin in unserem modernen Vokabular. Der richtige Ausdruck ist Prothese. Ein bewusster Umgang mit Sprache ist wichtig. Der Respekt zeigt sich in den kleinsten Details.


Wenn du dich also fragst wie du sie glücklich machen kannst, denke an eine gemeinsame Unterhaltung oder eine Aktivität die euch beiden Spaß bringt. Und vergiss niemals – dass diese Person nicht allein durch ihre Behinderung definiert wird. Jeder Mensch hat viele Facetten – erkunde sie! Denn letztendlich ist die Verbindung zwischen Menschen das was echte Lebensfreude ausmacht. Das ist die wahre Kunst einer Begegnung.