MCS steht für multiple Chemikalien Sensitivität. Die Abkürzung wird vor allem im medizinischen und umweltmedizinischen Kongenutzt. Multiple Chemikalien Sensitivität beschreibt eine Erkrankung. Menschen mit MCS zeigen oft starke Reaktionen auf alltägliche Chemikalien. Die Symptome sind vielfältig – sie reichen von Atemnot bis zu neurologischen Beschwerden. Die WHO hat MCS offiziell als körperliche Reaktion auf Umweltgifte anerkannt. Trotz dieser Anerkennung erleben Betroffene oft eine große Isolation.
Die Krankheit kann sich in verschiedenen Formen äußern. Eine besondere Herausforderung stellt der alltägliche Kontakt mit Chemikalien dar. Das geht über Duftstoffe die in Parfüm oder Reinigungmitteln enthalten sind, hinaus. Sogar alltägliche Lebensmittel können Pestizide enthalten die zur Verwendung MCS-Betroffene gefährlich sind. Über 45 Symptome könnten auftreten. Von Übelkeit über Entzündungen bis zu schwerer Atemnot ist alles dabei. In einem Land wie Deutschland ist es alarmierend, dass die Realität für MCS-Erkrankte oft nicht ernst genommen wird. Wenn wir unsere Umwelt betrachten – sie ist durchzogen von Toxinen.
Menschen die an MCS leiden, müssen oft extreme Maßnahmen ergreifen. Sie leben isoliert – um sich vor weiteren Belastungen zu schützen. Konventionell genutzte Farben und Lacke setzen gefährliche Dämpfe frei. Diese Dämpfe können bei MCS-Patienten zu akuten Beschwerden führen. Der Eindruck MCS wäre psychisch bedingt bleibt hartnäckig, dabei ist das Gegenteil der Fall. Die Symptome zeigen eine sehr reale körperliche Reaktion auf Umweltgifte.
Die Ursachen der MCS sind stark umstritten. Wissenschaftler forschen weiterhin. Es gibt Äußerungen die darauf hinweisen: Dass chronische Intoxikationen selbst in geringen Dosen, Krankheiten verursachen können. Wir sollten unser Bewusstsein schärfen! Ätherische Öle die viele für unbedenklich erachten, können bei MCS-betroffenen Personen massive Probleme auslösen.
In Deutschland wird oft versucht, das Thema MCS kleinzureden. Durch das Ignorieren der schwerwiegenden Ursachen wird es für den Staat einfacher. Der Aufwand, Hilfe- und Schutzmaßnahmen zu bieten, wäre größer. So bleibt die Realität, dass viele MCS-Kranke in einem System gefangen sind, das ihre Notlage nicht anerkennt. Hilfeleistungen ´ ebenso wie Renten für Betroffene ` werden oft nicht gewährt. Auch wenn immer wieder betont wird » MCS sei psychisch « bleibt die überwiegende Mehrheit der Betroffenen auf sich allein gestellt.
Obwohl die WHO festgestellt hat: Dass MCS eine körperliche Erkrankung ist bleibt das öffentliche Bewusstsein gering. Giftstoffe sind in vielen Bereichen unseres Lebens allgegenwärtig. Diese Tatsache hat drastische Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Sogar Minidosen von Chemikalien können chronische Erkrankungen verursachen. Ein Umdenken ist notwendig! Wir müssen die Auffassung über MCS ändern und den Mut haben die Realität zu akzeptieren. Handeln wir jetzt um MCS-Erkrankten Gehör zu verschaffen.
