Kamille und Katzenaugen – Eine risikobehaftete Entscheidung?

Ist die Anwendung von Kamille bei verklebten Augen von Katzen empfehlenswert oder gefährlich?

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Katzen sind empfindliche Geschöpfe, besonders wenn es um ihre Augen geht. Oftmals stellt sich den Besitzern die Frage – was ist bei verklebten Augen zu tun? Der Fall einer Katze🐈 die nach einem nächtlichen Ausflug mit einem verklebten Auge zurückkehrt, wirft wichtige Fragen auf. Ein Tierfreund überlegte, seinem Kater zur Linderung lediglich Kamillentee zu verwenden, stieß jedoch auf verschiedene Meinungen im Internet. Über das alte Hausmittel Kamille wird oft diskutiert – kann es tatsächlich helfen oder ist es eher schädlich?


Zunächst müssen wir uns mit den Eigenschaften der Kamille auseinandersetzen. Kamille gilt eigentlich als bewährtes Hausmittel und wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde verwendet. Jedoch – und das, so scheint, wird oft übersehen – enthalten die Bestandteile der Kamille, darunter ätherische Öle, Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe. Diese können die empfindliche Augenschleimhaut ihrer Katze zusätzlich reizen und im schlimmsten Fall sogar zusätzlichen Schaden verursachen. Ein sehr berechtigter Einwand.


Wenn man darauf zurückblickt ist es nicht verwunderlich, dass viele Katzenbesitzer solche Hausmittel erproben. Erfahrungsgemäß haben einige bereits positive Resultate mit Kamille erzielt. Aber – das ist ein großes Aber – die Masse der Tierärzte und Experten empfiehlt eine andere Vorgehensweise. Ihr Vorschlag ist einfach: das Auge mit lauwarmem abgekochtem Wasser zu reinigen eventuell ebenfalls mit einer physiologischen Kochsalzlösung. Diese kann einfach selbst hergestellt werden – ein Liter kochendes Wasser gemischt mit 9 Gramm Salz. Diese Lösung entspricht der natürlichen Körperflüssigkeit des Tieres und reinigt effektiv ohne unangenehme Brennungen.


Zusätzlich wird oft Schwarztee als weniger schädliche Alternative zur Kamille empfohlen. Diese Teesorte besitzt weniger reizende Eigenschaften und könnte dadurch eine bessere Wahl darstellen. Auf jeden Fall ist es ratsam – den Tierarzt aufzusuchen. Auch wenn der Besuch erst am Nachmittag möglich ist sollte dies die höchste Priorität haben. Schließlich könnte es sich um eine ernsthaftere Erkrankung handeln die eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.


Es gibt Stimmen, die welche Nützlichkeit von Kamille für tierische Leiden vehement verteidigen. Eine Person teilte ihre positiven Erfahrungen mit Kamillenlösungen bei Augenentzündungen und Hautproblemen. Wesentlich (und nicht zu vergessen) ist jedoch – die individuelle Reaktion einer jeden Katze kann unterschiedlich ausfallen. Was bei einer Katze hilft – kann bei einer anderen sogar kontraproduktiv sein. Das gilt es zu bedenken.


Eine klare Empfehlung lässt sich schwer aussprechen. Die Risiken der Anwendung von Kamille überwiegen für viele Tierbesitzer. Vor allem gilt es – die Augengesundheit als oberstes Gebot zu sehen. Zudem: Sollte sich der Zustand des Auges verschlimmern ist schnelles Handeln gefragt. In diesem Fall könnte jeder weitere Moment ´ in dem auf Selbstbehandlung gesetzt wird ` zu einer Komplikation führen. Letztlich bleibt zu sagen – es gilt, informiert zu sein und vor allem – aktives Handeln ist notwendig. Tierärzte stehen zur Verfügung.


Die Verwendung von Kamille bei Augenerkrankungen ist umstritten. Der Gang zum Tierarzt ist unabdinglich. Daher ist es ratsam – auf erprobte Techniken zurückzugreifen und in gesundheitlichen Belangen keinen eigenen Experimente zu wagen. Ein kluger Katzenbesitzer erkennt die Grenzen seiner Möglichkeiten:


Der Tierarzt bleibt die beste Option um gesundheitliche Risiken auszuschließen und dem geliebten Vierbeiner so schnell wie möglich zu helfen.