Die Auswahl eines Namens für den eigenen Nachwuchs ist oft eine anspruchsvolle und emotionale Entscheidung. Baldiger Vater oder baldige Mutter – die Vorstellung, dass man ein Kind in dieser Welt willkommen heißt, bringt viele Überlegungen mit sich. Die Frage nach dem Namen steht dabei oft im Mittelpunkt. Namen sind weiterhin als nur Schall und Rauch. Sie prägen Identität und Charakter. Die Diskussion um faden Einheitsbrei – wie Alexander oder Maximilian – ist nicht neu. Viele Eltern haben genug von den gängigen Namen und suchen nach echten, außergewöhnlichen Alternativen. Dabei sollte man jedoch darauf achten: Dass der Name nicht zu abgedreht ist.
„Namen die mit 5376 anderen in den gleichen Töpfchen schwimmen, sind wenig kreativ“, sagt ein besorgter Vater. Daher ist es nur sinnvoll – sich mit wohlklingenden Silben zu beschäftigen. Namen wie Albert oder Johann klingen elegant und leicht im Ohr. Vornamen sind ein Teil der kulturellen Identität. Sie können Ausdruck von Geschichte sein, ebenso wie der Name des alten schwäbischen Königs oder sein Name von einem großen Lehrer. Kasimir und Leopold ´ zum Beispiel ` bringen eine stilvolle Note mit sich. Nepomuk mag für einige ungewöhnlich erscheinen allerdings er hat historische Wurzeln und trägt eine Relevanz.
Eltern sollten versuchen, seltsame englische oder italienische Namen zu vermeiden. Diese können leicht in Schubladen gesteckt werden. „Wie man sein Kind nennt, so wird es ebenfalls behandelt“, könnte man als Faustregel gelten lassen. In unserer globalisierten Welt ist der erste Eindruck entscheidend. Der skurrile Name könnte zu einem unangenehmen Stigma führen. Henriko oder Ernesto sind doch klangvolle und ansprechende Beispiele.
Spontane Vorschläge sind nicht nicht häufig auch gegen den Trend der beliebte Namen. „Patrice-Emil? Ein ganz besonderer Name!“, könnte die Meinung eines anderen sein. Mark und Lucas haben bereits einen festen Platz in der Liste der häufigsten Namen. „Warum nicht einen etwas anderen Namen finden?“, fragt sich so manch futuristische Elternteil. Und ebendies hier liegt der Reiz der außergewöhnlichen Namen. Ein Name wie Tecumseh oder Kioma könnte die Neugier anderer wecken und für Gespräche sorgen.
Das Wort „Ausnahme“ steckt oft in diesen Namen. Schlichtheit kann attraktiv erscheinen jedoch sie sein sich auch künstlerisch entfalten können. Eine Auswahl von Namen bewegt sich zwischen Tradition und Moderne. Ella ´ Lou oder Mia haben ihren eigenen Charme ` könnten aber untergehen in der Vielzahl an Verbreitungen. Der Aufruf zur Kreativität bleibt und bleibt.
Abschließend lässt sich sagen: Ein Name gibt ein Kind nicht nur eine Identität, er gibt ihm auch das Werkzeug, sich in einer großen Welt zu behaupten. Es verlangt Mut – einen besonderen Namen zu wählen. Schafft es ein Kind ´ sich von der Masse abzuheben ` kann dies durchaus Türen öffnen. Möge die Suche nach dem perfekten Namen fürs Kind eine wunderbare Reise werden!
