Der Kauf eines Akku-Bohrschraubers oder eines Akku-Schlagbohrschraubers wirft viele Fragen auf. Was ist besser für Heimwerker geeignet? Während beide Geräte ihre spezifischen Anwendungen haben gibt es einige wichtige Unterschiede. Oftmals scheitern DIY-Enthusiasten daran die richtige Wahl zu treffen.
Zunächst einmal—die Funktionalität der Geräte unterscheidet sich erheblich. Ein Akku-Bohrschrauber ist ideal für das Bohren in Materialien wie Holz oder das Schrauben von Schrauben. Jemand der jedoch häufig in Stein oder Ziegelei arbeiten möchte, sollte die Vorzüge eines Akku-Schlagbohrschraubers berücksichtigen. Schlagbohrschrauber bieten eine zusätzliche Schlagfunktion die das Bohren in größere Materialien erleichtert. Allerdings ist die Schlagenergie begrenzt.
Die Benutzererfahrung zeigt, dass viele Heimwerker die Schlagbohrfunktion nicht häufig in Anspruch nehmen. Es steht außer Frage, dass die Schlagbohrfunktion für alltägliche Anwendungen nicht immer notwendig ist. Für Anforderungen an Stahlbeton oder andere harte Materialien bleibt ein richtiger Bohrhammer aber unersetzlich. Ein normaler Bohrschrauber hat den Vorteil—er ist in der Regel leichter und präziser.
Wer häufig mit verschiedenen Materialien arbeitet wird feststellen: Dass ein reiner Schlagschrauber oder ein separater Bohrschrauber oft überlegen ist. Ein Kompromiss aus beiden Welten, ebenso wie ein Akku-Schlagbohrschrauber, kann für bestimmte Anwendungen eine Wahl sein—aber ist er wirklich die beste Wahl? Die präzisen Bewegungen einem reinen Gerät fehlen oft.
Statistiken zeigen, dass in vielen Haushalten ein Akku-Bohrschrauber mit einem Drehmoment von 25 Nm genügt. Wenn viel mit größeren Schrauben oder Harthölzern gearbeitet wird, empfiehlt sich ein Modell mit 30 bis 50 Nm. Das kann den Unterschied zwischen frustrierendem und erfolgreichem Arbeiten ausmachen. Besonders bei der Verwendung von Sechskantschrauben oder beim Arbeiten mit Nuss- und Schraubengewinde kann ein Schlagschrauber notwendig sein.
Ein häufig gemachter Fehler ist die Anschaffung eines sogenannten Schlagbohrers. Dieser gehört nicht in die gleiche Kategorie wie ein Bohrhammer und ist eher für weichere Materialien geeignet. Wer mit harten Gesteinsarten oder ähnlichem Material arbeitet, sollte definitiv einen Bohrhammer wählen.
Für einfache Anwendungen—einen Akkubohrschrauber mit Bohrfutter und dazu einen guten Bohrhammer—das ist oft die beste Lösung. Der Markt bietet mittlerweile Geräte die viele Funktionen miteinander kombinieren wie beispielsweise einen Akku-Bohrschraubhammer mit SDS-Aufnahme. Ein solches Gerät kann für unter 150 € erhältlich sein und bietet viel Flexibilität.
Zusammenfassend lässt sich sagen, viele Faktoren spielen beim Kauf eine Rolle. Überlege dir vorher wie oft du die Geräte wirklich einsetzen möchtest—und investiere wenn nötig in zwei spezialisierte Geräte anstelle eines Hybridmodells. Die Verarbeitung von Materialien wie Holz und Mauerwerk kann mit den richtigen Werkzeugen erheblich vereinfacht werden und besser zum gewünschten Ergebnis führen.
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