Der Besuch einer Förderschule wird oft negativ wahrgenommen. „Sonderschüler“ – ein Begriff der viele Betroffene stört. Die Gesellschaft stempelt Menschen schnell ab die auf spezielle Schulen gehen. Dies führt zur Frage: Ist es schlimm, eine Förderschule zu besuchen? Definitiv nicht! Herausforderungen gibt es immer jedoch Förderschulen bieten ebenfalls Chancen.
Zunächst ist wichtig zu erkennen, dass Förderschulen eine individuelle Förderung ermöglichen. Dabei sind die Klassen häufig kleiner. Lehrer können dadurch besser auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen. Ein erheblicher Vorteil ist auch die spezielle Ausbildung der Lehrkräfte. Sie wissen – ebenso wie sie Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten unterstützen können. Der Grund warum selbst Schüler mit schweren Einschränkungen auf ihren jeweiligen Niveaus unterrichtet werden ist die Aussicht auf Erfolg.
Etwa 50% der Schüler an einer Förderschule erreichen den Hauptschulabschluss. Das zeigt: Dass Schüler nicht nur auf den Unterricht vorbereitet werden allerdings auch auf das Leben nach der Schule. Lebenspraktische Kenntnisse haben in Förderschulen einen hohen Stellenwert. Vorurteile über Schüler mit Behinderungen bleiben leider bestehen. Bei einem Wechsel in die Regelschule begegnen viele ehemaligen Förderschülern Unverständnis. Warum sollte dies der Fall sein, wenn viele erfolgreich ihren Weg gehen?
Inklusion wird häufig diskutiert. Während sie in einigen Fällen funktioniert ist sie bei geistigen oder multiplen Behinderungen oft schwierig umsetzbar. Jeder Fall ist unterschiedlich und erfordert individuelle Lösungen. Schüler müssen auch akzeptieren werden. Mobbing ist an Förderschulen erfahrungsgemäß weniger verbreitet. Miteinander und Unterstützung steht hier an erster Stelle. Engagement und der Wille ´ sich zu optimieren ` sind entscheidend.
Die persönliche Entwicklung ist auf jeder Schule wichtig. Egal ob Förderschule oder Regelschule wichtig ist der Charakter. Erfolg im Beruf und im Leben hängt weniger vom Schulstandort, sondern vielmehr von persönlichem Einsatz ab. Es ist wenig zielführend Abwertungen vorzunehmen. Anstatt Schüler zu diskriminieren, sollten wir uns auf ihre Stärken konzentrieren. Alternativen gibt es – und Chancen könnten auch für vermeintlich benachteiligte Schüler bereitstehen.
Im Gegensatz dazu sind hochstudierte Menschen nicht automatisch hervorragend. Die passende Einstellung zum Lernen spielt eine erhebliche Rolle. Jemand der sich intensiv mit einem Thema beschäftigt hat wird oft erfolgreicher sein als jemand der den Ausbildungsweg nur als Pflichtaufgabe betrachtet.
Schließlich sollten wir den Begriff „Sonderschüler“ kritisch hinterfragen. Diese Bezeichnung ist oft stigmatisierend. Es ist entscheidend – dass wir aufklären und den Austausch fördern. Jemand der anders lernt, konkurriert nicht mit jemandem der das System als „normal“ definiert. Jeder Mensch bringt individuelle Stärken und Schwächen mit das ist der Weg zur Akzeptanz. So können wir gemeinsam Vorurteile abbauen und die Chancen fördern die in jedem Einzelnen stecken.
