Präriehunde - zuckersüß und neugierig. Diese kleinen Nager erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber können sie wirklich als Haustiere gehalten werden? Die Antwort ist nicht so einfach – ebenso wie es scheint. Es gibt viele Aspekte; die man berücksichtigen muss. Zum Beispiel benötigen Präriehunde Gesellschaft. Sie leben in komplexen sozialen Strukturen. Sendet ihr Quieken Botschaften an ihre Artgenossen. Ein Einzelgängerleben ist für sie unvorstellbar.
In der Natur leben Präriehunde in großen Kolonien. Einmal im Jahr kann eine Kolonie bis zu 50 Individuen aufweisen. Soziale Interaktionen sind für ihr Wohlbefinden unerlässlich. Daher erfordert die Haltung dieser Tiere nicht nur ein individuelles Tier, allerdings genauso viel mit mehrere. Diese Haltung ist in einer normalen Wohnung kaum möglich. Ein großes Außengehege ist hier absolut notwendig. Mit einem soliden Fundament und einer robusten Umzäunung um ein Ausbuddeln zu verhindern - darauf muss geachtet werden. Ein einfaches Gehege reicht nicht aus.
Laut Quellen aus der Tierwelt ist die artgerechte Haltung in deutschen Städten stark eingeschränkt. Zudem sind Präriehunde in Deutschland Wildtiere. Das bedeutet – dass eine Haltung ohne spezielle Genehmigung illegal ist. Oft wird in Tierhandlungen damit geworben: Dass Präriehunde käuflich zu erwerben sind. Doch die Realität sieht anders aus. Ein weit verbreiteter Mythos ist – dass diese Tiere leicht zu halten wären. Aber das ist nicht der Fall.
In Duisburg gibt es beispielsweise ein großes Tiergeschäft. Präriehunde kosten dort jedoch circa 600 Euro. Das ist kein günstiges Unterfangen. Dabei sind die hohen Anschaffungskosten nur ein kleiner Teil der weiteren Aufwendungen. Tierarztbesuche, spezielle Futterbedürfnisse und die Gestaltung eines artgerechten Lebensraumes müssen in die Überlegung einfließen. Auch die Zeit · die zur Verwendung die Interaktion mit den Tieren notwendigerweise erforderlich ist · wird oft unterschätzt.
Ein weiteres Problem ist das Herkunftsland der Tiere. Viele Präriehunde werden importiert meist unter fragwürdigen Bedingungen. Diese Praktiken stehen im Widerspruch zu einem ethisch vertretbaren Umgang mit Tieren. Die stressigen Transportbedingungen und die anfängliche Anpassungszeit in einem neuen Umfeld können ihre Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen.
Im Unterschied zu den hochausgebildeten Bartagamen oder Kaninchen🐇 sind Präriehunde nicht für den Heimtierbedarf gemacht. Es gibt sogar Stimmen aus der Tierschutzszene die eindringlich vor einer Haltung warnen. Wenn man die Fähigkeit zur artgerechten Haltung nicht gewährleisten kann, bleibt die Frage: Sollte man sich dann wirklich ein Tier nach Hause holen?
So kann man zusammenfassen - Präriehunde als Haustiere halten, das ist eine große Herausforderung. Schaut man sich ihre Bedürfnisse und die zahlreichen Hindernisse an die es zu überwinden gilt erscheint es als unverantwortlich sich für diese Tiere zu entscheiden. Nachhaltige und artgerechte Haltung steht für den Tierschutz an oberster Stelle. Der liebevolle Umgang mit Tieren fordert viel weiterhin als bloß ein schönes Zuhause.
