Wasserstandsanzeiger für Blumenerde: Nützlich oder Überflüssig?

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Ist ein Wasserstandsanzeiger für Pflanzen in Blumenerde sinnvoll?**


Die Frage, ob ein Wasserstandsanzeiger bei der Pflege von Pflanzen in Blumenerde hilfreich ist, beschäftigt viele Hobby-Gärtner. Bei Hydrokultur ist der Einsatz eines solchen Gerätes weit verbreitet. Hier sorgt der Wasserstandsanzeiger dafür, dass man nicht blind auf das Gießen vertraut. Aber wie sieht das in der klassischen Blumenerde aus? Ein paar wichtige Aspekte zeigen – dass die Antwort nicht so einfach ist.


Zunächst einmal sollte man verstehen was bei Hydrokultur passiert. Bei dieser Anbaumethode sind es die Tonkügelchen die das Wasser speichern. Ein direkter Blick auf den Wasserstand ist hier nicht möglich. Deshalb ist ein Wasserstandsanzeiger hier von großem Vorteil. Bei Blumenerde hingegen ist der Umgang anders. Oftmals kann man die Feuchtigkeit der Erde durch Anheben des Blumentopfs spüren. Ein einfacher Trick ´ um festzustellen ` ob die Pflanze durstig ist oder nicht.


Wenn das Wasser sich jedoch am Boden des Topfes staut, kann dies schädlich sein. Staunässe begünstigt das Wurzelfäule was für viele Pflanzen verheerend ist. Das Entfernen des überschüssigen Wassers aus dem Untersetzer nach einer Bewässerung sollte zur Routine gehören. Experten empfehlen, darauffolgend etwa 20 Minuten zu überprüfen, ob das Wasser abfließen kann. Das Versaufen der Pflanzen ist ein häufiger Fehler und leidet in der Regel weniger unter dem Dry-Out.


Für manche Pflanzen ist das Gießen ein Gefühlsthema. Hebt man den Topf und erweist sich als zu leicht ´ ist es Zeit ` Wasser zu geben. Das gilt für viele Pflanzen obwohl dabei eine Ausnahme für Sukkulenten und bestimmte Arten wie Grünlilien und Zyperngras besteht. Sie kommen mit etwas weniger Wasser aus.


Auf Online-Plattformen gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten von sogenannten Feuchtigkeitsmessern. Diese Geräte stecken in die Erde und zeigen den Feuchtigkeitsgrad an. So könnte man ein Gefühl dafür bekommen ob die Pflanze Wasser benötigt oder nicht. In vielen Fällen ist jedoch der persönliche Fingertest effektiver. Spontane Entscheidungen · basierend auf Erfahrung und nicht nur auf einem Messwert · können oft die beste Wahl sein.


Also, kann man resümieren, dass bei der Erdsubstrat-Kultur der Wasserstandsanzeiger nicht die erste Wahl ist. Gelegentlich findet man in den Geschäften Feuchtigkeitsmesser. Diese Geräte können hilfreich sein freilich nicht langfristig zuverlässig. Indem man ein Gespür für die eigene Pflanze und ihre Bedürfnisse entwickelt, wird man umso erfolgreicher sein. Der persönliche Umgang mit den Pflanzen bleibt unersetzlich ´ weiterhin als ein Gerät ` das vielleicht nur geringen Nutzen bringt.


Fazit? Bei Blumenerde ist das Gefühl von entscheidender Bedeutung. Auch ohne Wasserstandsanzeiger kommen viele Hobby-Gärtner gut aus.






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