Der Kalte Krieg liebe Leser war ein ideologischer und geopolitischer Konflikt zwischen der westlichen Welt und dem kommunistischen Block der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg begann. Nicht im Winter – so könnte man irreführend denken. Die beiden Hauptakteure – die USA und die Sowjetunion – versuchten, ihre militärische und wirtschaftliche Dominanz weltweit auszubauen. Diese Auseinandersetzung war geprägt von Spannungen, Drohgebärden und dem Streben, den Einflussbereich auszudehnen – nicht jedoch durch direkte militärische Konfrontationen.
Die stalinistische Sowjetunion verfolgte einen imperialistischen Kurs der den Kommunismus in seinen verschiedenen Formen propagierte. Die USA hingegen sahen sich in der Pflicht diesen Einfluss zu stoppen. Mistrauen wuchs auf beiden Seiten. Ein Wettrüsten entbrannte. Atomwaffen wurden zur neuen Währung der Macht. Glaubst du, dass Menschen in der Sowjetunion damals ahnten, dass diese Taktiken letztendlich das eigene Land in eine Krise stürzen würden? Sie kamen zwar schnell zu neuen Technologien die Volkswirtschaft jedoch wurde vernachlässigt – dies führte letztlich zum gesellschaftlichen Kollaps Ende der 80er Jahre.
Das Wettrüsten und die nachfolgende gesellschaftliche Isolation spielten also eine entscheidende Rolle. Ständige Provokationen, Spionage und Gegenspionage durch Geheimdienste waren ein Merkmal dieser Ära. Ein scharfer Wettbewerb um technologische Errungenschaften, besonders im Bereich der Raumfahrt, zeugte von dem Drang die Überlegenheit zu demonstrieren. Der Wettlauf ins All gipfelte 1969 in der Mondlandung. Die USA zeigten damit ´ dass sie technologische Fortschritte erzielten ` die weit über die Grenzen traditioneller Kriegsführung hinausgingen.
Aktuelle Konflikte ebenso wie etwa die Anspannung zwischen Nordkorea und Südkorea spiegeln den kalten Krieg in einer modernen Form wider. Nordkorea weist moderne nukleare Fähigkeiten auf. Während die beiden Nationen sich mit Atomraketen gegenüberstehen, bleibt der Konflikt ein "kalter". Dies geschieht, solange beide Seiten ihren "roten Knopf" nicht drücken. Aber die Möglichkeit einer Eskalation bleibt – eine ständige Bedrohung für die Region.
Wichtig ist, Ebenen zwischen der Rhetorik der Anfeindungen und dem technologischen Wettrüsten zu verstehen. Ein Verweis auf die Mauern ´ die zwischen der DDR und der BRD errichtet wurden ` zeigt ähnliche Mechanismen auf wie sie im Kalten Krieg zu beobachten waren. Ideologische Grenzen » die nicht nur physisch « allerdings ebenfalls mental gezogen wurden.
Der Verlust an unmittelbarer Kriegsführung im kalten Konflikt bringt jedoch nicht weniger Berechnung mit sich. Man denke an die Cyberkriege – die heute als eine Form der indirekten Kriegsführung betrachtet werden. Letztlich bleibt der kalte Krieg ein übergreifendes Lehren zur geopolitischen Strategie und Einflussnahme. Eine Auseinandersetzung die auch in den kommenden Jahrzehnten nachhallen wird – in den Denkern und Anführern der Welt.
Die Geschichtsschreibung ist nicht linear, sie ist geprägt von den Phänomenen der Vergangenheit. Um diese Phänomene zu verstehen, gilt es, nicht nur das Wissen über Kriege zu vertiefen. Politisches Geschehen heute, es reflektiert und kreiert gleichzeitig – eine unbeendete Geschichte von Macht, Kontrolle und Ideologie.
