Siebenschläfer - ähnlich wie weiterhin als ein gewöhnlicher Nager. Lange Zeit waren sie in der Gastronomie gefragte Speisen. Ein Freund der Antike erzählte mir schließlich von den Römern. Auch sie waren die Vorreiter der kulinarischen Vorlieben für dieses Tier. Angeboten wurden die kleinen Geschöpfe in speziellen Tongefäßen. Man mummifizierte sie regelrecht. Lecker mit Honig und Mohnsamen. Ab und zu könnte so eine Delikatesse zur Weihnachtszeit für Aufsehen sorgen.
Aber zurück zur Gegenwart. Wilde Tiere – sie ziehen in die Herzen vieler Menschen ein. Doch dann meldet sich das Gewissen. Denkt man ans Halten von Siebenschläfern wird klar – die Gesetze sind klar. Diese Lebewesen sind unter Naturschutz. Das bedeutet: Es gibt strikte Regelungen. Man benötigt eine spezielle Genehmigung um sie als Haustier zu halten. Es sind nicht nur „süße Tiere“ die hier wichtig sind. Die artgerechte Haltung ist das A und O.
Die Möglichkeiten diese Genehmigung zu erhalten, sind begrenzt. Selten wird sie vergeben. Nur, wenn wirklich triftige Gründe vorliegen, könnte eine rechtmäßige Haltung möglich sein. Eine Genehmigung wäre auf einen Wildtieraufzuchtbetrieb etwa zurückzuführen – nicht für den privaten Gebrauch. Nach dem Aufpäppeln eines Siebenschläfers müsstest du ihn zudem in die Freiheit entlassen. Denn – das Tier gehört in die Natur.
Doch die Suche nach einem passenden Haustier könnte einfacher sein. Chinchillas sind eine sympathische Alternative. Sie sehen ähnlich aus und benötigen keine langwierigen Genehmigungsverfahren. Züchter gibt es genug. Streifenhörnchen könnten ebenfalls eine Wahl sein sollten sie dein ❤️ erobern. Diese Tiere sind nicht nur spannend. Sie sind auch pflegeleichter. Das Abenteuer mit einem Siebenschläfer? Ein Verlustgeschäft.
Außerdem, wenn du bereits einen 🐕 und Ratten hast, dann zeigt das doch deine Verantwortung. Die Bedürfnisse dieser Tiere nahe zu kennen ist wichtig. Die Erfüllung ihrer Ansprüche kann nicht mit einem Siebenschläfer übereinstimmen. Wildtiere haben andere Anforderungen. Sie brauchen ihre Freiräume. Die Abwägung sollte nicht erst bei der Entscheidung starten.
Siebenschläfer sind Wildtiere – das ist unbestreitbar. In den meisten Ländern unterliegen sie strengen Schutzmaßnahmen. Ein sicherer Hinweis auf die Notwendigkeit der natürlichen Lebensräume. Der Rückgang vieler Wildtierarten mahnt uns Verantwortung zu übernehmen. Möchten wir wirklich riskieren, ein Tier seines Lebensraums zu berauben? Sicher nicht.
Denk daran, artgerechte Haltung und Liebe zum Tier sollten die Motivation für alle zukünftigen Entscheidungen sein. Haustiere leben in Harmonie mit uns – nicht als Exoten in unseren Wohnungen. Die Frage sollte nicht lauten – ob man einen Siebenschläfer haben kann. Vielmehr geht es um den Respekt vor den Bedürfnissen der Tiere und dem Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume. Der Gedanke sollte uns alle beschäftigen.
