Was macht das Bett morgens entspannender als abends?

Warum empfinden wir das Aufwachen morgens als herausfordernder im Vergleich zum abendlichen Zubettgehen?

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Im Vergleich zuabends kann es morgens schwierig sein die wohlige Geborgenheit des Bettes zu verlassen. Morgens scheint es – wie ob der Kuschelfaktor und der Komfort stärker ausgeprägt sind. Aber warum ist das so?


Die Erklärung liegt im Körper und seinen biologischen Rhythmen. Sobald die Dämmerung einsetzt initialisiert der Organismus die Produktion des Hormons Melatonin. Melatonin spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Schlafzyklus. Wenn wir ins 🛏️ gehen ´ ist es in der Regel noch nicht ganz dunkel ` weil Lichtquellen das Zimmer erhellen. Im Laufe der Nacht hingegen – verstärkt sich die Melatoninproduktion bei Dunkelheit. Ein interessanter Fakt ist, dass sich der Melatoninspiegel bei Jugendlichen um das Zwölf- bis Fünfzehnfache erhöhen kann, während er bei älteren Menschen nur in einem geringen Maße, ungefähr um das Dreifache, ansteigt. Dies könnte erklären warum jüngere Menschen oftmals morgens schwerfällig aus dem Bett kommen. Der Körper benötigt schlichtweg weiterhin Zeit um aus dem tiefen Schlafzustand zu erwachen.


Man könnte ähnelt die subjektive Wahrnehmung betrachten die eine Rolle spielt. Am Abend ist das Einsinken ins Bett oft als selbstverständlich empfunden. Man genießt die Kühle des Bettes und den Komfort – das Abschalten von einem stressigen Tag. Am Morgen hingegen beginnt der Körper sich wieder auf Hochtouren zu bringen. In dem Moment ´ wo das Bewusstsein erwacht ` kommt die Realität ins Spiel. Man weiß, dass man sich der vorhersehbaren Herausforderungen des Tages stellen muss.


Der Kreislauf spielt ähnlich wie eine bedeutsame Rolle. Am Morgen hat der Körper in der Regel etwa acht Stunden Ruhen hinter sich. Herzfrequenz und Kreislauf sind in einem entspannten Zustand. Abends hingegen, darauffolgend einem langen Tag, sind Körper und Geist noch aktiv - ob vom Essen oder von anderen Tätigkeiten. Die steigende Aktivität macht das Entspannen vor dem Schlafengehen schwieriger.


Eine wunderbare Möglichkeit diesem Morgentief entgegenzuwirken könnte darin liegen, eine Wärmflasche im Bett zu nutzen. Durch das Vorwärmen wird die Atmosphäre sofort behaglicher. Viele Erwachsene empfinden beim Kuscheln mit einem vertrauten Gegenstand, ebenso wie einem Kissen oder einem Kuscheltier, ein deutlich gesteigertes Sicherheitsempfinden; das zeigt, dass Emotionen eine große Entscheidungsfreiheit in Bezug auf unser Wohlbefinden haben.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Unterschied zwischen der Gemütlichkeit des Schläfens am Abend und dem Aufwachen am Morgen vielschichtig ist. Es sind sowie physiologische als ebenfalls psychologische Aspekte die diese Empfindungen formen. So bleibt die Frage – wie wir diesen morgendlichen Unwillen in etwas Positives verwandeln können. Schließlich handelt es sich oft nur um eine Einstellungssache; die Bereitschaft, in den Tag zu starten.







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