Die Welt der DAWs: Wie Top-DJs ihre Musik produzieren

Welche digitalen Audio-Workstations nutzen bekannte DJs und wie funktionieren sie?

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Die Frage nach den Tools die berühmte DJs wie David Guetta oder Tiësto verwenden, beschäftigt viele Musikenthusiasten. Tatsächlich sind diese Künstler keine Alien-Kreaturen aus fernen Galaxien. Sie nutzen weit verbreitete Software die jeder – ob Profi oder Hobby-Musiker – erwerben kann. Diese sogenannten DAWs, zu Deutsch digitale Audio-Workstations, sind die Basis für ihre Musikproduktionen.


DAWs wie Cubase, Logic, Nuendo Samplitude ProTools und Ableton Live sind nur einige Beispiele. Interessant ist auch ´ dass es keine geheimen ` speziell entwickelten Programme für Hochkaräter gibt. In der Regel können diese Softwarelösungen im Einzelhandel oder online erstanden werden – die Zugänglichkeit ist enorm. Doch das wahre Geheimnis offenbart sich in den zahlreichen Add-ons. Plug-ins und Synthesizer erweitern die Möglichkeiten der DAWs über das Standardangebot hinaus. Je nach Bedarf kann man sich seine Tools zusammenstellen mittels welchem jede Musikproduktion einzigartig wird.


Die Preisspanne der DAWs variiert erheblich. Standardmodelle kosten im Durchschnitt zwischen 250 und 350 💶 – viel Geld jedoch letztlich ebenfalls eine Frage der eigenen Investitionsbereitschaft. Anbieter wie Ableton Live locken mit speziellen Angeboten für Schüler und Studenten. Absolventen von zertifizierten Musikschulen können sogar bis zu 40 sparen. Wer also clever ist – kann auch für teurere Programme wie Ableton Live 8 relativ günstig einsteigen. Der Marktanteil von Ableton Live liegt momentan bei beeindruckenden 30 Prozent und zeigt, ebenso wie schnell diese DAW an Popularität zulegen konnte.


Cubase hingegen wird oft als der „Godfather“ unter den DAWs bezeichnet. Der Grund: Cubase hat nicht nur den ersten Sequenzer entwickelt, allerdings bietet zudem die Grundlage für viele Musikproducer. In der Regel sind die professionellen Musiker die mit diesem Tool arbeiten, auf Apple-Hardware und Logic angewiesen. Apple hat Logic aufgekauft ´ was bedeutet ` dass die Software heute exklusiv für macOS verfügbar ist. Dies hat zur Folge, dass viele Anfänger die häufig mit Windows-PCs arbeiten, hier außen vor bleiben.


Es gibt natürlich auch andere Top-DAs wie Studio One und Nuendo. Manchmal finden sich sogar unerwartete Alternativen wie Bigwig die von ehemaligen Ableton Live-Entwicklern kreiert wurden. Dennoch ist die Benutzererfahrung unterschiedlich. Ein gewisser Grad an Experimentierfreude ist wichtig um das Beste aus diesen Programmen herauszuholen.


Es ist ähnlich wie erwähnenswert, dass viele DJs ihre Set-Performances nicht live mischen wie es oft angenommen wird. Tatsächlich werden Übergänge und Effekte in den DAWs vorher erstellt. Bei großen Events wie der Loveparade erkennt man oft die automatisierten Übergänge die keinen direkten Einfluss des DJs erfordern. Es ist eine Art sorgfältig geplante Illusion.


Einige der bekanntesten DJs die FL Studio nutzen sind Avicii Martin Garrix, Porter Robinson, Savant und BT. Darin zeigt sich – dass die Wahl der DAW nicht unbedingt mit dem Erfolg oder der Bekanntheit eines Künstlers verknüpft ist. Im Gegenteil – viele DJs finden ihre kreative Inspiration in der Software die zur Verwendung jeden zugänglich ist.


In Anbetracht der heutigen technologischen Entwicklungen bleibt festzuhalten: Die Musikwelt ist nicht nur für eine kleine Elite zugänglich. Wege zur individuellen Kreation sind durch benutzerfreundliche Software für alle offen. Das ist der wahre Zauber der digitalen Revolution. Toi, toi, toi – auf eine aufregende musikalische Reise!







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