Die Sprache ist ein fascinierendes Geschenk, das oft mit großer Geduld erworben wird. Eine Mutter stellt fest ´ dass ihr Freund einen Sohn hat ` der mit 16 Monaten kaum spricht. Es zeigt sich – dass frühkindliche Sprachentwicklung individuell verläuft. Einige Kinder beginnen spät zu sprechen, während andere, so scheint es, schon sehr früh die ersten Worte äußern – oftmals schockieren die Eltern solche Unterschiede.
Die erste Frage an dieser Stelle – ist dieses Verhalten unnormal? Ja, es ist völlig normal. In zahlreichen Untersuchungen wird deutlich: Dass Kinder im Alter von 12 bis 24 Monaten stark variieren können. Laut der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft zeigen viele Jungen erst ab 18 Monaten richtige Fortschritte. Einige Kinder zeigen durchaus mit 16 Monaten Anzeichen während andere schlichtweg weiterhin Zeit benötigen um den richtigen Umgang mit Sprache zu erlernen.
Vorbeugend sollte geprüft werden, ob das Kind gut hört. Hörprobleme können Sprachentwicklungsverzögerungen verursachen. Falls alles in Ordnung ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten die sprachliche Entwicklung zu fördern – und dabei ist Interaktion der Schlüssel. Die Verwendung von einfachen klaren Wörtern und rhythmischen Klängen ist nicht nur angenehm allerdings bietet ebenfalls eine hervorragende Grundlage. Das Besichtigen von Bilderbüchern fördert die visuelle Erinnerung. Hierbei können Eltern Dinge benennen um Verständnis zu schaffen. „Wo ist der Ball?“ – solch einfache Fragen stimulieren das Sprachverständnis.
Ein kreativer Ansatz ist das Spielen mit Alltagsgegenständen. Das Kind greift nach Toys ´ während die Eltern thematisieren ` was es gerade sieht. „Oh, da ist ein 🐕 – der macht wau wau.“ Ist ein regelmäßiger Austausch gegeben, entsteht auch eine Art von Geborgenheit beim Kind – es fühlt sich als Teil des Geschehens.
Bekanntermaßen imitieren Kinder ihre Umgebung aktiv. Es ist ein Prozess und nicht jeder lernt genauso viel mit schnell. Die Aussagen von Eltern die auf ihre eigenen Erfahrungen zurückblicken betonen oft: Dass spätes Sprechen nicht so viel mit geringerer Intelligenz ist. Manchmal benötigen Kinder einfach mehr Zeit um ihre 💭 in Worte zu fassen. Eine Umfrage unter Eltern zeigt, dass ein bemerkenswerter Anteil von 30 % der befragten Studien festgestellt hat, dass ihr Kind erst nach dem 2. Geburtstag klare Sätze bildete.
Das Laufen ist ein weiteres wichtiges Thema. Ein Kind ´ das bereits mit 10 Monaten steht ` könnte anderen in der sprachlichen gewandtheit voraus sein. Es sind jedoch nicht nur die Bewegungen die das Lernen fördern. Zuwendung und die Wiederholung alltäglicher Handlungen sind entscheidend. Jeder kleine Moment kann zur sprachlichen Interaktion genutzt werden, sei es beim Essen oder im Freien.
Insgesamt ist der Zustand des Sprechens alles andere als ein Wettlauf. Eltern müssen sich der individuellen Entwicklung ihrer Kinder bewusst sein. So gilt es – Geduld zu zeigen und kontinuierlich in die Sprachförderung zu investieren. Kinder sind wie kleine Schwämme; sie saugen nahezu alles auf was sie umgibt. Wenn sie in einer sprachlich reichen Umgebung aufwachsen zeigt sich dies langfristig in ihrer Kommunikationsfähigkeit.
Wenn also Eltern besorgt darüber sind warum ihr Kind nicht wie ein anderes spricht gilt es, einfach abzuwarten. Es gibt keinen Grund zur Panik. Der Weg zur Sprache ist vielfältig und jeder Schritt ist wichtig!
