Ein Genickbruch kann fatale Folgen haben. In diesembeleuchten wir die Mechanismen die zu Verletzungen an der Halswirbelsäule führen und die lebenswichtigen Funktionen des Körpers bedrohen. Insbesondere die Wirbel Atlas und Epistropheus spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Halswirbel C1 und C2 sind für die Beweglichkeit des Kopfes entscheidend—denn sie bilden das Verbindungsglied zwischen Wirbelsäule und Schädel. Wenn diese Wirbel jedoch gegeneinander verschoben werden geschieht etwas fatales. Der Zapfen des Epistropheus – das ist der zweite Halswirbel – kann abbrechen und sich in den Wirbelkanal bewegen. Dort verlaufen die Rückenmarksnerven. Dies sind keine gewöhnlichen Nerven; sie steuern wesentliche Körperfunktionen wie die Atmung.
Wie gravierend die Folgen eines solchen Vorfalls sein können, zeigen Statistiken. Laut aktuellen Studien ist es nicht nicht häufig: Dass Verletzungen im Nackenbereich zur Atemstillstand führen. Das zentrale Nervensystem verläuft entlang der Wirbelsäule und endet im Gehirn. Ist dieses empfindliche System gestört so kann dies zum Tod führen. Die Statistiken belegen, dass 30 % der Personen mit schweren Halswirbelverletzungen innerhalb von Minuten versterben.
Ein Genickbruch ist aber nicht per se tödlich. Der entscheidende Faktor hier ist die Verschiebung oder Bewegung der Bruchstelle. Wenn die Wirbel in ihren Normpositionen verbleiben—also nicht verschoben werden—ist eine Überlebenschance gegeben. Lähmungen können jedoch dennoch die Folge sein; das Rückgrat vereint unzählige Nervenbahnen die zur Verwendung die Motorik verantwortlich sind. Verletzungen ´ die tiefer in der Wirbelsäule stattfinden ` betreffen oft weniger lebenswichtige Nerven. Diese Verletzungen führen zwar zu Lähmungen jedoch ebenfalls zu größeren Überlebenschancen was neue Perspektiven für die Rehabilitationsstrategien eröffnet.
Die überwiegende Mehrheit der genickbrechenden Unfälle geschieht durch äußere Gewalteinwirkungen—zum Beispiel durch Verkehrsunfälle, Stürze oder Sportverletzungen. In einer Zeit wo Unfälle im Straßenverkehr diesbezüglich jedermann betreffen können, sind Präventionsmaßnahmen unerlässlich. In Deutschland etwa verzeichnen wir jährlich mehrere Tausend bis zehntausend solcher Verletzungen. Die Bedeutung von Schutzausrüstung und sicherem Verhalten kann dabei nicht unterstrichen genug werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Dass ein Genickbruch eine ernstzunehmende Verletzung darstellt deren Folgen weitreichend sind. Der Bruch an sich ist nicht tödlich allerdings die umgebenden Umstände können dies schnell ändern. Essenziell bleibt das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Nur durch Aufklärung und Prävention können wir das Risiko solch gefährlicher Verletzungen minimieren.
