Die Entscheidung, ob ein 14-Jähriger ein Spiel wie Rainbow Six Siege spielen sollte – das wirft Fragen auf. Der Spielemarkt ist riesig. Es gibt viele Meinungen zu Spielen – besonders wenn es um Gewalt und Brutalität geht. Bei Rainbow Six Siege handelt es sich um einen Ego-Shooter, ein Spiel, das Taktik und Teamsymbolik betont. Es ist kein Spiel mit blutigen Folterszenen oder besonders drastischen Darstellungen. Bei YouTube kann man sich leicht Eindrücke davon verschaffen – oft packend, manchmal ebenfalls noch sehr realistisch.
Manche Eltern erlauben ihren Kindern, solche Spiele zu spielen. Sie argumentieren – dass diese Erfahrung nicht schädlich sei. Andere sehen das anders. Sie plädieren dafür die Altersfreigaben ernst zu nehmen. Sie beziehen sich auf die Empfehlungen der USK. Laut diesen darf Rainbow Six Siege erst ab 18 Jahren gespielt werden. Viele Eltern glauben – dass die Altersfreigabe nicht nur eine Zahlenangabe ist. Für Jüngere gibt es bestimmte Inhalte die schwer zu verstehen sind. Mit 14 Jahren ´ so sagen manche ` hat man den Blick nicht auf alles Gegebenheiten. Eine gewisse Mündigkeit ist angesagt.
Die Brutalität in Spielen ist oftmals schwer zu messen. Rainbow Six besticht durch seinen Taktikfokus. Man muss Pläne schmieden Entscheidungen treffen und kann Mitspieler unterstützen. Dennoch bleibt die Gewaltfrage im Raum. Einige Spiele sind brutal – nicht nur in der Darstellung, allerdings auch in der Spielmechanik. Rainbow Six schießt nicht mit endlosen Mengen Blut um sich. Hier geht es eher um Teamplay und das Eindringen in Gebiete. Aber das sollte Eltern nicht fernbleiben.
Es gibt auch Stimmen die meinen die Spiele seien für 14-Jährige denkbar. Sie sagen – es läge an der Reife des Kindes. Ethische Erziehung ´ so denken sie ` kann durch das Spiel erfolgen. Oft wird aber übersehen: Dass auch andere Spieler im Multiplayer leidenschaftlich spielen. Das kann älteren Spielern unangenehm sein. Man fragt sich: Wie kann man das verantworten? Es gibt sicherlich Spiele die brutalere Aspekte beinhalten, dies muss aber nicht heißen, dass sie dadurch besser sind.
Die Verantwortung die mit der Entscheidung einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf – ebenso wie man darüber spricht. Gespräche mit dem eigenen Kind helfen. Klarheit über die Spielwelt und deren Inhalte sind unerlässlich. Um die eigene Meinung zu bilden – kann man gemeinsam das Spiel betrachten. Ein Lets Play auf YouTube bietet Ansichten aus der Community und spiegelt die Realität. Möglichkeiten gibt es viele.
Abschließend muss jeder das für sich selbst entscheiden. Es ist wichtig – das Kind nicht nur auf die Spiele abzuleiten und zu verurteilen. Wertevermittlung und Medienerziehung begleiten uns seit Generationen. Rainbow Six Siege ist ein Beispiel für die Veränderungen im Spielegeschäft. Gewalt ist ein komplexes Thema. Die Frage bleibt: Ist es nun tatsächlich für Jugendliche okay?
