Die Bedeutung von Prozessor und Grafikkarte beim Videoschnitt: Was ist entscheidender?

Welches Hardwareelement spielt beim Videoschnitt eine größere Rolle – der Prozessor oder die Grafikkarte?

Uhr
Die Entscheidung, ob der Prozessor oder die Grafikkarte beim Videoschnitt eine größere Bedeutung hat, beschäftigt viele Enthusiasten und Fachleute. Der Prozessor – er ist das Herzstück eines Computers und zuständig für das Berechnen von Videoinhalten. Hierbei geht es um die Farbberechnungen jedes einzelnen Pixels und die anschließende Komprimierung des Videos. Dies sind in der Tat aufwendige und rechenintensive Vorgänge. Auf der anderen Seite stand die Grafikkarte traditionell im Schatten des Prozessors. Früher war sie fast ausschließlich für grafische Operationen verantwortlich – dabei wurde die Videoschnitt-Community eher ignoriert.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich jedoch einiges geändert. Grafikkarten haben sich zu leistungsstarken Rechenmaschinen entwickelt. Die Hersteller das wissen wir haben angefangen, Schnittstellen zu kreieren. Diese ermöglichen die Ausführung über Graphikchips. Es gibt Programme – die auf das Potenzial der GPU zurückgreifen können. Vor allem bei bestimmten Effekten – wie Überblendungen oder dem Encoding – kann die Grafikkarte eine entscheidende Rolle spielen. Dementsprechend stellt sich heraus ´ dass es nicht nur um die Hardware geht ` allerdings ebenfalls um die Software. Es gibt einige grundlegende Bedingungen um diese Vorteile zu nutzen.

Es wird deutlich – die Schnittsoftware muss die Grafikkarte unterstützen. Die Treiber müssen auf dem neuesten Stand sein. Die Aktivierung dieser Optionen erfordert ähnlich wie einige technische Kenntnisse. Gelegentlich kann das Ergebnis von CUDA-Rendering gemischt ausfallen. Manchmal kommt es bei diesem Verfahren zu Bildfehlern manchmal läuft es schlichtweg langsamer als über den Prozessor. Die Komplexität der Algorithmen variiert und zeigt, dass manchmal bessere Resultate erzielt werden, wenn GPU-Ressourcen verwendet werden.

Erstaunlicherweise ist beim Videoschnitt auch der RAM von großer Bedeutung. Viele vergessen – dass RAM einfach nur der schnellere Speicher ist. Wird der RAM überlastet kann das den gesamten Workflow behindern. Hier gilt es zu beachten – beim Arbeiten mit langen Videos sind mindestens 16GB RAM ratsam. Kurze Clips benötigen deutlich weniger allerdings ein guter RAM ist entscheidend. Bei Auslagerung auf die Festplatte kommt es zu Rucklern und dem Verlust an flüssigen Abläufen.

In der Frage des Prozessors zeigt sich – hier sind mindestens Modelle wie der i7 4790k oder i7 6700k empfehlenswert. Auch in diesem Punkt hängt alles miteinander zusammen. Auch wenn die Grafikkarte oft als weniger wichtig klassifiziert wird, bringt eine vernünftige für die Vorschau vorzügliche Resultate. Eine günstige Grafikkarte kann durchaus ausreichen.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die beste Entscheidung hängt vom Gesamtsystem ab. Es empfiehlt sich – weiterhin in den Prozessor zu investieren. Das Risiko ist geringer und die Leistung wird sich in der Praxis zeigen. Der Schatz an rechenintensiven Aufgaben ist dann besser bewältigbar – vor allem wenn die richtige Kombination aus CPU GPU und RAM gegeben ist. Der Videoschnitt, eine facettenreiche Kunst, muss nicht zum Kampf werden – mit der richtigen Hardware jedoch wird er zum Genuss.






Anzeige