Feuerzeug in der Tasche – ein Zeichen von Unabhängigkeit oder ein Grund zur Sorge?

Warum tragen viele Jugendliche Feuerzeuge mit sich und wie reagieren Eltern darauf?

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Der ständige Begleiter eines Händlers trifft gelegentlich auf Fragen des alltäglichen Lebens. Ein Feuerzeug in der Tasche – was mag das bedeuten? Diese Frage kann Eltern ratlos machen. Nehmen wir den Fall eines 16-jährigen Jungen der oft sein Feuerzeug in der Hosentasche hat. Seine Mutter fragt ihn – warum er es dort aufbewahrt. Der Junge überlegt was er antworten könnte. Die Erklärung, dass er es zum Öffnen seiner Bierflaschen braucht, wird durch das auffällige Zippo widerlegt. Kratzer und Macken auf dem Feuerzeug könnten es als nicht ganz glaubwürdig entlarven.

Eine mögliche Antwort könnte sein: Dass das Feuerzeug vor allem zum Anzünden von Zigaretten genutzt wird. Schließlich rauchen viele Jugendliche, sind sie umgeben von Gleichaltrigen. Wer sind wir, etwas dagegen zu sagen? Aber was tun, wenn die Mutter dies nicht hören möchte? Es könnte sinnvoll sein auf alternative Erklärungen auszuweichen.

Eine gute Idee ist es einfach zu sagen: Dass das Feuerzeug ein praktisches Gadget ist, das jeder in der Hosentasche haben sollte. „Ich trage es einfach mit mir rum – man weiß ja nie, wann man 🔥 braucht!“ könnte die Antwort lauten. Oft ist es ebenfalls hilfreich zu betonen: Dass solche Ausreden im Jugendalltag gang und gäbe sind.

Hier sind zwei Szenarien die als Erklärung dienen könnten. Möglichkeit eins: Du bist 16 Jahre alt․ Deine Mutter ist möglicherweise tolerant genug um zu akzeptieren, dass du mit dem Feuerzeug Bierflaschen öffnest. Aber – und das ist der Knackpunkt – deinen Eltern die Wirklichkeit über das Rauchen und Trinken zu erzählen, könnte problematisch werden. Möglichkeit zwei: Falls du unter 16 bist, solltest du lieber das Feuerzeug aus der Tasche nehmen. Zigaretten sollten Tabu sein – ähnelt das Bier.

Ideen die man den Eltern mitteilen könnte wären vielfältig. Ein anderes Beispiel wäre: „Das Feuerzeug ist ein Flirtwerkzeug für den Notfall!“ So erklärt sich der Besitz völlig neu. Und so bleibt das Feuerzeug auch in der Schublade für den nächsten Social-Media-Trend – man weiß nie.

Ein cleverer Ansatz ist, sich eine Ausrede einzufallen zu lassen, wenn das Feuerzeug zum Thema wird: „Ich halte immer auch ein Taschenmesser in der Tasche. Für alle Lebenslagen – man kann nie genug vorbereitet sein!" Exciting? Vielleicht – denn Elterneinsicht kommt oft unerwartet.

Das Tragen eines Feuerzeugs ist multifunktional kann es auch sein. Es ist ein Zeichen von Unabhängigkeit – gleichzeitig schwingt immer das Potenzial einer Warnung mit. Offene Gespräche zwischen Jugendlichen und ihren Eltern sind wichtig. Die Fragen von Müttern und Vätern können helfen eine Vertrauensbasis zu schaffen. Aber letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden was er in der Tasche trägt.






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