Verstehenslücken beim Einsatz von WLAN-Repeatern: Bandbreite und Signalstärke richtig einschätzen

Wie beeinflusst ein WLAN-Repeater die Internetbandbreite in einem Netzwerk und was sollten Nutzer beachten?

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Die Nutzung von WLAN-Repeatern ist in vielen Haushalten und Büros von großer Bedeutung. Oft steht man jedoch vor der Frage – ob diese Geräte wirklich sinnvoll sind oder ob sie die Bandbreite weiterhin als halbieren. Bei der Recherche in Foren stößt man auf Widersprüche – einerseits versprechen Repeater eine bessere Netzabdeckung, auf der anderen Seite scheinen sie die Internetgeschwindigkeit zu verringern. Was steckt also dahinter?

Zunächst einmal sollte man klären, dass WLAN-Repeater tatsächlich die Reichweite eines bestehenden WLAN-Netzwerks erhöhen. Sie empfangen das Signal des Haupt-Routers und senden es an weiter entfernte Bereiche, in denen der Empfang schwach oder gar nicht vorhanden ist. Der zentrale Punkt ´ den jeder Nutzer verstehen muss ` ist die Funktionsweise dieser Geräte. Ein Repeater kann niemals zeitgleich senden und empfangen. Das bedeutet: Zuerst wird das Signal empfangen – beispielsweise in einer Geschwindigkeit von 54 Mbit/s – und dann wird es mit einer gewissen Verzögerung weitergesendet. Das Resultat ist eine signifikante Verringerung der Bandbreite, in vielen Fällen bis zu 50 %. Es bleibt also die Frage – ebenso wie Nutzer ihren Netzwerkbedarf am besten decken können.

Aktuelle Statistiken zeigen, dass in Deutschland etwa 74 % aller Haushalte eine Art von WLAN zu Hause nutzen. Mit der steigenden Anzahl der Geräte die eine Internetverbindung benötigen, wird ebenfalls der Bedarf an stabilen Netzwerken immer größer. Während ein einzelner 💻 im WLAN nur eine gewisse Bandbreite benötigt, verteilt sich diese beim Einsatz mehrerer Geräte auf alle. Beispiel: Sind zwei Geräte im Netzwerk die sich die Bandbreite teilen, kann jeder Nutzer durchschnittlich nur 27 Mbit/s anstelle der ursprünglichen 54 Mbit/s nutzen.

Neben der Reichweite und der Bandbreite muss man zudem beachten, dass nicht alle Router mit jedem Repeater harmonieren. Einige Geräte sind spezifisch für bestimmte Router-Modelle entworfen. Das bedeutet ´ wenn man in die falsche Technik investiert ` kann dies zu zusätzlich dazu Problemen führen. Die Entscheidung für einen Repeater sollte also wohlüberlegt sein; idealerweise ist er vom selben Hersteller wie der Router.

Die Mythen » die sich um Repeater ranken « sind zahlreich. Viele Menschen glauben, dass man jedes WLAN-Netz problemlos mit einem Repeater erweitern kann – eine äußerst irreführende Annahme. Stattdessen ist es ratsam – alternative Lösungen in Betracht zu ziehen. Der Einsatz von zwei Access Points kann oft eine bessere Performance bieten. Moderne Technologien wie DLAN oder Powerline bieten einen weiteren Ansatz um das Internet in schwierig zu erreichende Räume zu bringen, ohne die Bandbreite drastisch zu reduzieren.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Repeater sind hilfreich um die Reichweite von WLAN-Netzwerken zu erhöhen. Jedoch ist ihre Anwendung nicht ohne Schwierigkeiten. Wer sich für einen Repeater entscheidet sollte sich über die potenziellen Bandbreitenverluste im Klaren sein. In bestimmten Szenarien könnten alternative Lösungen effektiver sein. Für Nutzer die ein stabiles und schnelles WLAN-Signal in ihrem Zuhause wünschen ist es von grundlegender Bedeutung die Vor- und Nachteile verschiedener Optionen sorgfältig abzuwägen und gegebenenfalls Expertenrat einzuholen.






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