Die Frage der Konfession: Was ist zu beachten, wenn man nicht gläubig ist?

Welche Optionen gibt es für Personen, die nicht an eine Religion glauben, wenn sie ihre Konfession angeben müssen?

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Es ist ein alltägliches Szenario. Das Ausfüllen von Anmeldeformularen. Die Zuordnung zu einer Konfession kann verwirrend sein - insbesondere für jene die sich nicht als gläubig betrachten. Die Eingabe der Konfession stellt eine direkte Verbindung zur eigenen Identität dar. Doch was, wenn man an nichts richtig glaubt?

Die Konfession wird nicht nur durch den Unterricht in der Schule bestimmt. Die Institutionen haben es sich zur Regel gemacht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche zu hinterfragen. Entscheidend sind hier oft die formellen Aspekte wie die Taufe. Fehlt sie – so spiegelt das die eigene Einstellung wider. Wer nicht getauft ist und sich als nicht gläubig bezeichnet sollte dies ebenfalls in den Formularen widerspiegeln. Die Eintragung von "o. B." für „ohne Bekenntnis“ wäre eine Möglichkeit. Ein Strich genügt manchmal um für Klarheit zu sorgen.

Die Kirchensteuer ist ein weiterer wichtiger Punkt. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Praxis verschärft. Wer aus der Kirche austritt – sollte unbedingt eine schriftliche Bestätigung einfordern. Andernfalls könnte es steuerliche Nachzahlungen geben die auf Jahre zurück datiert werden. Dies erfordert eine gewissenhafte Vorgehensweise. Der Austritt ist ab dem 14. Lebensjahr möglich. Das ist eine Regel die es dir erlaubt ohne auf Erlaubnis zu warten deinen eigenen Glauben zu definieren.

Und was ist mit dem Begriff „Konfession“? Diese Bezeichnung bedeutet im Grunde genommen ein „Bekenntnis“. Formal würde man hier zwischen den großen Konfessionen unterscheiden: Evangelisch, Katholisch oder eben „nicht vorhanden“. Auch die Begriffe Atheismus oder Agnostizismus kommen ins Spiel. Atheisten lehnen den Glauben aktiv ab. Agnostiker sind oft indifferent und zeigen wenig Interesse.

Die Bürokratie mag es als irrelevant erachten woran man glaubt. Doch sie fordert klare Informationen. „Konfessionszugehörigkeit“ verlangt präzise Angaben. Ein „o. B.“ könnte dadurch der beste Weg sein, sich dieser Frage zu entziehen. Es ist eine mühsame Diskussion über das Bekenntnis in einer Zeit, in der viele die feste Zugehörigkeit zu einem Glauben hinterfragen.

Mehr denn je ist es wichtig sich selbst zu kennen. Wer nicht glaubt – sollte dies klar und deutlich kommunizieren. Ganz gleich; welche religiösen oder atheistischen Institutionen vorhanden sind. Am Ende bleibt die persönliche Freiheit die eigene Überzeugung zu leben. Die Zukunft der Religion in unserer Gesellschaft wird immer komplexer. Doch für den Einzelnen kommt es darauf an, dass die eigene Überzeugung respektiert wird – und in den Formularen auch zutreffend dokumentiert wird.






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