Wenn Eltern zur Bedrohung werden: Wie können Kinder sich einem Teufelskreis aus Gewalt entziehen?

Wie sollten Kinder mit elterlicher Gewalt umgehen, wenn sie in einem solchen Umfeld leben?

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Gewalt in der Familie: Ein ernsthaftes Problem, das angegangen werden muss


Es ist kaum zu fassen, dass Eltern die zur Verwendung die Sicherheit und das Wohl ihrer Kinder verantwortlich sein sollten diese manchmal stattdessen zum Ziel von Gewalt machen – dies geschieht in vielen Familien. Ein besonders alarmierendes Beispiel beschreibt eine junge 13-jährige die regelmäßig von ihren Eltern körperlich misshandelt wird. Diese Geschichte ist nicht einzigartig. Nach aktuellen Schätzungen leben in Deutschland schätzungsweise 15․000 bis 20․000 Kinder in einem gewalttätigen Umfeld. Jedes Jahr werden Hunderte von Fällen gemeldet die welche Hilflosigkeit und Schrecken der betroffenen Kinder verdeutlichen.

Ein verzweifelter Hilferuf

Die betroffene Schülerin schildert erbarmungslos ihre Erfahrungen – von blauen Flecken bis hin zu blutenden Lippen. Sie gibt zu, dass ihr Zeugnis möglicherweise nicht den Erwartungen ihrer Eltern entsprach jedoch das ist kein Grund, sie mit Gewalt zu bestrafen. Ihre Aussage, „Ich liebe meine Eltern doch!“, verdeutlicht die emotionale Zerrissenheit, in der sie sich befindet. Es ist tragisch – dass sie trotz der Schmerzen an eine Liebe zu ihren Eltern festhält. Genau hier müssen Kinder die in solchen Situationen leben, lernen, ihre Grenzen zu setzen.

Der Umgang mit elterlicher Gewalt

In dem Forum in dem sie um Hilfe ruft schlagen andere Jugendliche vor, sich jemandem anzuvertrauen. Die 💭 sind nachvollziehbar – sich jemandem sei es ein Vertrauenslehrer oder ein Verwandter anzuvertrauen ist möglicherweise der erste Schritt zur Hilfe. Das gibt dem Kind eine Stimme – die sie in der gegenwärtigen Situation verloren zu haben scheint. Unterstützende Strukturen zu finden ist essenziell.

Die Realitäten von Gewalt in der Erziehung

In der öffentlichen Diskussion wird Gewalt in der Familie oft als Tabuthema betrachtet. Dies ist bedauerlich, denn noch immer gilt das deutsche Jugendhilfegesetz (SGB VIII), dass den Schutz von Kindern und Jugendlichen ebenfalls zu einer staatlichen Verantwortung macht. Die Stelle des Jugendamtes kann in solchen Fällen nicht nur rechtliche Schritte einleiten, allerdings bietet auch Beratung und Unterstützung an. Das Einholen professioneller Hilfe ist dort unerlässlich. Der Gedanke, sich zur Polizei zu wenden ist für die 13-Jährige unvorstellbar und das ist verständlich. Doch es bleibt zu beachten, dass eingreifende Maßnahmen wie das Verbringen in eine Pflegefamilie oder ein Heim nicht das Ende der Welt sind, sondern vielmehr der Beginn eines sicheren Lebens.

Mut zur Veränderung – Ein erster Schritt zählt

Junge Menschen müssen erkennen dass sie nicht allein sind. Beratungsstellen wie das "Bündnis für Kinder - Gegen Gewalt" bieten nicht nur Ressourcen, einschließlich Anlaufstellen die mit solcher Gewalt umgehen können. Ein Brief an einen Vertrauenslehrer zu schreiben oder die Hilfe einer Freundin dabei in Anspruch zu nehmen, sind wertvolle Ansätze. Es könnte der Veränderung einen Schubs verleihen. In einer Zeit in der Hilfe und Unterstützung zugänglicher sind als je zuvor ermutigt der Aufruf, sich nicht zu scheuen die eigene Situation zu kommunizieren.

Fazit: Kindesmisshandlung gehört denunziiert

Schlussendlich ist zu betonen: jedes Kind, das Gewalt erlebt – sei es physisch oder emotional – hat das Recht, in einem gewaltfreien Umfeld aufzuwachsen. Die Chancen auf ein glückliches Leben stehen einem nicht automatisch zu. Es braucht Mut – die eigenen Erfahrungen zu teilen und sich Hilfe zu suchen. Das Kind in der Geschichte ist nicht allein und die Erzählungen mancher anderer Betroffenen verdeutlichen, dass Veränderung möglich ist. Hört auf die Stimmen der Kinder die in verzweifelten Situationen kämpfen und Mut zur Aktion aufbringen – jeder Schritt Richtung Hilfe ist ein Schritt in die richtige Richtung.






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