Ein Blick auf die Wirkungen von Cannabis
Die Auswirkungen von Cannabis sind vielschichtig. Es hebt die Stimmung und verstärkt sogar die Gefühlslage des jeweiligen Nutzers. Wer fröhlich in geselliger Runde ist der wird nach dem Konsum deutlich euphorischer. Im Gegenteil dazu — bei schlechter Laune kann sich diese Verstimmung lediglich verstärken. Die Wahrnehmung der Umgebung verändert sich; Farben erscheinen leuchtender, Klänge klingen intensiver und das Zeitgefühl scheint aus den Fugen zu geraten. Auch haben die meisten Konsumenten einen trockenen Mund und verspüren einen Heißhunger was vor dem Konsum entsprechende Snacks und Getränke notwendig macht.
Zusätzlich beeinflusst Cannabis das Kurzzeitgedächtnis. es gibt zwar eine Beeinträchtigung während des Rausches gleichwohl regeneriert sich dieses Gedächtnis schnell wieder. Ein bemerkenswerter Fakt ist – dass Cannabis nicht als Einstiegsdroge dient. Statistiken belegen klar: nur 5 % der Kiffer steigt auf härtere Drogen um. Oft wird behauptet – dass Cannabis in die Illegalität führt und dadurch den Zugang zu gefährlicheren Substanzen fördert. Der wahre Einstieg zu härteren Drogen wird jedoch oft durch legale Suchtmittel wie Alkohol und Nikotin geprägt. Das sollten wir nicht vergessen.
Alkohol im Schatten von Cannabis
Alkohol ist eine der gefährlichsten Drogen. Jährlich sterben Hunderttausende an alkoholbedingten Krankheiten. Der Anteil der abhängigen Konsumenten liegt bei etwa 3 %. Körperliche Abhängigkeit ist verbreitet. Im Gegensatz dazu macht Cannabis nicht abhängig. Eine psychische Sucht die gemeinhin als „Sucht“ bezeichnet wird ist oft nur eine Frage der Gewohnheit — nicht der Substanz an sich. Sogar Dinge wie Internet oder Essen können süchtig machen.
Die gesundheitlichen Schäden durch Alkohol sind enorm. Von Gehirn bis Leber — jeder Teil des Körpers kann betroffen sein. Ein erhöhter Alkoholkonsum kann den IQ signifikant mindern während Cannabis nicht die gleiche Schädigung des Intellekts verursacht. Die Wirkung von Alkohol kann aggressiv machen, während Kiffer meist entspannt und friedlich bleiben. Dies zeigt sich ebenfalls in der Unfallstatistik: Während Alkoholikern oft eine aggressive Fahrweise nachgesagt wird, fahren Kiffer tendenziell vorsichtiger.
Mythen rund um Cannabis und seine gesundheitlichen Folgen
Eine verbreitete Behauptung ist: Dass Cannabis Psychosen auslösen kann. Zahlreiche Studien stehen dem jedoch skeptisch gegenüber. Eine Untersuchung zeigt, dass trotz steigendem Konsum seit den 70er-Jahren kein Anstieg in der Zahl der psychisch Erkrankten festgestellt werden konnte. Alkohol dagegen hat eindeutig das Potenzial zum psychischen Zusammenbruch zu führen.
Auch im Bereich von Depressionen ist die Datenlage interessant. Mehr Menschen ohne Erfahrungen mit Cannabis berichten von Depressionen wie Kiffer selbst. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf: Dass Cannabis auch in dieser Diskussion einen anderen Stellenwert einnimmt.
Fazit und Meinungen zum Thema Kiffen
Die Debatte um Cannabis ist sehr polarisiert. Alkohol wird oft als gesellschaftlich akzeptabel angesehen während Kiffen stigmatisiert wird. Doch es ist Zeit für Veränderung. Cannabis kann Teil von Therapien sein und benötigt Anerkennung. Die meisten Drogen haben potenzielle Risiken. Aber wie steht es im Verhältnis zu den gesundheitlichen Schäden die Alkohol anrichtet?
Daher ist es entscheidend einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auf Fakten zu stützen. Abschließend bleibt festzuhalten: Jeder Mensch sollte selbst entscheiden dürfen, ob er Cannabis konsumieren möchte oder nicht. Kiffen ist eine Droge — das ist nicht zu leugnen. Doch die Gefahren und Vorteile sind allemal differenzierter zu beurteilen als oft präsentiert.
