Die Kastration eines alten Katers - Eine wichtige Entscheidung

Was sind die Vor- und Nachteile einer Kastration für einen älteren Kater?

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Der Umgang mit einem älteren Kater kann viele Fragen aufwerfen – die Kastration ist eine davon. Gerade wenn der Kater bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat, steht man als Halter vor einer schwierigen Entscheidung. Vor einiger Zeit kam ein Kater zu mir ein wahres Unikat. Er lebt als Freigänger und war beim Tierarzt wegen eines verletzten Auges. Schicksalhafte Begegnungen mit Mardern sind in der Welt der Katzen nicht nicht häufig. Doch nun tauchte die Frage auf: Sollte ich ihn kastrieren lassen?

Die Meinung des Tierarztes war eindeutig. Er empfahl die Kastration – um mögliche weitere Verletzungen zu verhindern. Ein unkastrierter Kater kann in der Hitze ganz anders drauf sein! Dennoch – viele Tierhalter denken, dass kastrierte Kater tendenziell „fett, faul und gefräßig“ werden. Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil; es wird oft genug in die Runde geworfen. Tatsächlich sieht es in vielen Fällen anders aus. Kastration bedeutet nicht automatisch Trägheit oder eine Verwandlung in ein „Engelchen“.

Das Alter deines Katers spielt ähnlich wie eine entscheidende Rolle. Er ist, laut Schätzung, etwa 8 bis 10 Jahre alt․ Diese Phase des Lebens ist oft von einer gewissen Gemütlichkeit geprägt. Man könnte sich fragen, ob das Naturgesetz „Freigang lässt Freude empfinden“ bei einem Kater der schon vorher als Freigänger lebte, überhaupt angewendet werden kann? Hier sind die Meinungen gespalten. Während einige Kätzchen in der Wohnung vollkommen zufrieden sind, neigen andere dazu die Außenerfahrungen zu vermissen.

Der Tierschutzaspekt ist nicht zu unterschätzen – unkastrierte Kätzinnen können immer einen Kater finden. Die ungebremste Vermehrung in Wohngebieten ist ein Problem das niemand ignorieren kann. Kater sind Rabauken, das steht fest! Es kommt häufig zur Rauferei wenn sie ihre Territorien verteidigen. Der Kratzer unterm Auge deines Katers könnte der erste Hinweis gewesen sein, dass seine Rauferei Folgen haben kann. Die positiven Effekte der Kastration liegen klar auf der Hand, ebenfalls wenn dies für die 🐈 selbst ein Eingriff in die Natur bedeutet.

Ein weiteres Missverständnis ist, dass eine Kastration zwangsläufig eine Verwandlung zur „Faulheit“ bedeutet. Es ist eher eine Frage der Erziehung. Ein Kater kann auch nach der Kastration aktiv bleiben. Oft bleibt der Charakter eines Katers im Wesentlichen erhalten. Insofern kann man sagen – sollte er ruhiger werden ist das wahrscheinlich eher dem Alter geschuldet.

Zusammenfassend bleibt zu sagen – die Entscheidung bleibt letztendlich bei dir, dem Halter. Der Tierarzt sollte als Berater fungieren und nicht als Zwangsmaßnahme. Wenn sich dein Tierarzt nicht respektvoll zu deiner Meinung äußert oder dich unter Druck setzt, wäre ein Wechsel des Tierarztes angebracht. Letztlich musst du mit einer Entscheidung leben die sowie deinem Kater als auch dir selbst Freude und Sicherheit bringen sollte. Denk daran – Kastrierte Kater sind nicht automatisch „fett und faul“. Sie können, ebendies wie jeder andere Kater, lebhaft und aktiv bleiben, solange ihre Bedürfnisse richtig erfüllt werden!

Viel Erfolg beim Finden des besten Weges für dich und deinen Kater!






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