Der Aufstieg der Silvesterraketen – Wie viel Gewicht können sie wirklich tragen?

Uhr
Fragestellung: Wie stark sind die Antriebssysteme von Silvesterraketen und welches Gewicht können sie tragen?

Silvesterraketen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie erleuchten den Himmel und helfen, das neue Jahr zu begrüßen. Doch eine Frage bleibt oft unbeantwortet: Wie viel Gewicht schaffen diese Raketen wirklich hochzubringen? Der grundlegende Mechanismus ist einfach. Die Raketen nutzen eine Treibladung – die beim Abbrennen einen Schub erzeugt. Dennoch; das verwendete Material und die spezifische Konstruktion sind entscheidend.

Zunächst ist zu erwähnen, dass viele Menschen die Begrifflichkeit „Raketenmotor“ irreführend verwenden. In Wirklichkeit handelt es sich um einen simplen Korpus ´ der aus Pappe besteht ` gefüllt mit Schwarzpulver. Diese Mischung dient als Treibladung. Der Schub ´ den solche Raketen normalerweise erzeugen ` liegt bei etwa 3 Newton. Dies entspricht einer Tragkraft von ungefähr 300 Gramm. Ein gewisser Spielraum ist hier vorhanden freilich sollte das Gewicht nicht verdoppelt werden, denn dies hat fatale Folgen.

Im Falle einer Überladung verliert die Rakete ihre Stabilität. Es entsteht das Risiko: Dass die Rakete nicht rechtzeitig genug Höhe erreicht um in den gewünschten Bereich zu steigen. Bereits ab 40 Metern kann es kritisch werden, wenn die Rakete erst gar nicht richtig startet. Hier kommt das Eigengewicht der Rakete hinzu was den Spielraum weiter verringert. Auf einem grundlegenden Niveau – das Geburtsgewicht eines solchen Himmelsboten wird also durch das Design und die Materialien entscheidend geprägt.

Man sollte ebenfalls die Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lassen. Ein Übergewicht kann dazu führen, dass die Rakete nach dem Start eine unerwartete Flugbahn einschlägt. Schließlich stellen diese Flugbahnen in Wohngebieten eine Gefahr dar. Verletzungen sind nicht nur hypothetisch sie können wirklich passieren. Ein gewisses Maß an Vorsicht ist deswegen dringend geboten. Daher ist es wichtig – den Menschen ins Gewissen zu sprechen – diese Geräte nicht mit zusätzlichem Gewicht zu tunen.

Nach den aktuellen Regelungen dürfen Silvesterraketen nicht weiterhin als 100 Meter hoch aufsteigen. Andernfalls verstoßen sie gegen gesetzliche Vorgaben für den freien Verkauf. Diese Grenzwerte wurden nicht ohne Grund festgelegt. Sicherheitsaspekte stehen im Vordergrund. Es geht darum, potenzielle Gefahren durch unkontrollierte Flugbahnen zu minimieren und der Öffentlichkeit ein Stück Sicherheit zu bieten. Die gesetzgeberischen Maßnahmen tragen dazu bei, Unfälle in der Silvesternacht zu vermeiden.

Schlussendlich kann gesagt werden: Dass eine Silvesterrakete zwar ein spannendes Erlebnis darstellt sie jedoch ohne die nötige Vorsicht zum Einsatz kommen sollte. Vor allem – wenn es um das Thema Gewicht geht. Weniger ist oft mehr; gerade bei diesen kleinen pyrotechnischen Wundern. Auf ein sicheres und frohes neues Jahr!






Anzeige