Die Einsamkeit des Pferdes: Ist die Einzelhaltung von Ponys vertretbar?

Darf man ein Pony alleine halten?

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Die Frage, ob man ein Pony alleine halten darf ist nicht nur rechtlich sondern ebenfalls ethisch brisant. Auf den ersten Blick mag man meinen: Dass Tierbesitzer die sich für ein einzelnes Pony entscheiden es gut meinen. Dennoch steht die Wahrheit im Widerspruch dazu. Pferde sind klassische Herdentiere. Viele Menschen unterschätzen die Schäden die eine Einzelhaltung für das Tier mit sich bringen kann. Stellen wir uns deshalb die grundlegende Frage: Ist die Haltung eines lone Ponys wirklich vertretbar?

Einsame Ponys leiden. Sie ausarbeiten häufig psychische Probleme. Verhaltensauffälligkeiten sind keine Seltenheit. Ein Pony, das allein gehalten wird, hat nur beschränkten Kontakt zu Artgenossen und dadurch keine Möglichkeit, seine natürlichen sozialen Bedürfnisse auszuleben. Wenn ein Pferd allein bleibt – kann es sogar zu schwerwiegenden physischen Schäden kommen. Es kann aggressiv oder verletzungsanfällig werden.

Nehmen wir als Beispiel einen Reiterhof. Dort leben meist mehrere Pferde zusammen. Der Austausch zwischen den Tieren ist wichtig. Im sogenannten „Offenstall“ haben sie die Möglichkeit, sich untereinander zu beschäftigen. Es fördert nicht nur das soziale Verhalten allerdings macht die Tiere auch resilenter.

Bei der Diskussion um die Einzelhaltung kommt es auch darauf an, dass die persönliche Zeit mit dem Pony nicht ausreicht. Der Großteil des Tages verbringt es allein. Man kann nicht leugnen – dass die paar Stunden der Versorgung und Tätigkeit kaum den Bedarf an sozialen Interaktionen abdecken. Was passiert an solchen Tagen, wenn der Besitzer keine Zeit hat? Auch kürzere Phasen der Zuwendung sind bitter nötig um das Tier emotional zu stabilisieren.

Zudem wird das Verhalten der Ponys oft unterschätzt. In einem weiteren Beispiel hat ein Pony, das regelmäßig alleine blieb, eine Vielzahl an Ausbruchsversuchen gezeigt. Es zog durch verschiedene Zäune ohne großes Zutun. Die Suche nach neuen Möglichkeiten, Freiheit zu erlangen, wurde zur Überlebensroutine. Diese Verhaltensmuster verdeutlichen eindringlich ´ ebenso wie gefährlich es sein kann ` ein Pferd ohne Artgenossen zu halten. Wenn es mal unbemerkt ausbricht – könnte es zu einem gefährlichen Chaos führen.

Dazu kommt das Risiko von Verletzungen. Ein allein gehaltenes Pony hat keine anderen Tiere - wie Schafe, Ziegen oder Kühe - um sich. Diese sind kein adäquater Ersatz. Man kann Pferde nicht mit anderen Tierarten vergleichen. Die Kommunikation und der Umgang mit Artgenossen sind für ihre emotionale Gesundheit von entscheidender Bedeutung. Krankheiten können sich zudem schneller verbreiten. Zusammen leben bedeutet auch – das Immunsystem zu stärken.

Letztlich könnte man anfügen » dass die Mutter Natur immer in der Lage war « kreative Lösungen für ihre Geschöpfe zu finden. Die Herdenbildung ist ein Schutzmechanismus. Denn Herdentiere finden nicht nur Schutz, einschließlich Unterstützung untereinander. Soziale Bindungen sind für alle Lebewesen wichtig - und selbst bei Menschen ist Einsamkeit ungesund. Wenn du dir also nur ein Pony leisten kannst dann ist die beste Lösung es in einem Stall unterzubringen wo es andere Pferde um sich hat.

Am Ende bleibt festzuhalten: Dass die Einfachheit ein einzelnes Tier zu halten, nicht die Bedürfnisse eines solchen Wesens widerspiegelt. Der kompleksere Weg - andere Tiere um sich zu haben - ist nicht nur der tierlichen Gesundheit dienlich, sondern bedeutet auch für Dich als Besitzer eine größere Freude und ein erfüllteres Miteinander.






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