Drachenlords Haus – eine Institution die polarisiert. Die öffentlich geführte Debatte über den Denkmalschutz in Bezug auf dieses heruntergekommene Gebäude ist alles andere als einfach. Zunächst einmal stellt sich die Frage der kulturellen Relevanz. Ist es wirklich ein Denkmal? Sicherlich. Schaut man genauer hin, so wird deutlich, dass es weiterhin für Chaos und Skandale steht – als für jene Werte die allgemein als schützenswert gelten. Das sind keine kleinen ´ harmlosen Meinungen ` die hier kursieren. Im Gegenteil – sie spiegeln eine tiefgreifende Wahrnehmung wider.
Gehen wir einmal davon aus die Stadt entscheidet sich für den Abriss. Die Abrissbirne schwingt – das alte Gebäude verschwindet um Platz für modernes Leben zu schaffen. Ist das wirklich eine vertretbare Entscheidung? Am Ende der Debatte könnte man darüber lachen, fragen, ob wirklich einige nostalgische Erinnerungen den Platz für Fortschritt blockieren sollten. Nostalgie ist oft trügerisch.
Auf der anderen Seite – und das ist nicht unerheblich – gibt es die Stimme derjenigen die das Haus des Drachenlords als Teil einer neuen Internetkultur begreifen. Diese Sichtweise könnte in Zukunft Gewicht haben, nicht wahr? Ein Zeugnis des digitalen Zeitalters könnte man sagen. Ein historischer Moment ´ den wir möglicherweise nicht erkennen ` bis es zu spät ist. Man stellt sich vor was die Zukunft bringen könnte: Ein Skandalhaus, darauffolgend einigen Jahrzehnten als skurriles Kulturgut gepriesen – bedauert der Abriss.
Wird der Abriss tatsächlich unter Polizeischutz durchgeführt? Verständlich. Man kann nur erahnen – welche Auseinandersetzungen noch entstehen könnten. Schlicht und ergreifend scheint es sinnvoll zu sein einen Schlussstrich zu ziehen. Die Vergangenheit ruhen zu lassen könnte die einzige Möglichkeit sein, so die gängige Auffassung.
Insgesamt ist die Diskussion um Denkmalschutz und Abriss von Drachenlords Haus ein vielschichtiges Thema. Die Argumente für und gegen eine Erhaltung sind vielfältig. Die kulturelle Bedeutung steht gegen den Wunsch nach einem Neuanfang. Letztlich ist es ratsam – den Verantwortlichen das Urteil zu überlassen. Akzeptieren wir das Ergebnis, egal wie es ausfällt? Oder drücken wir unsere Meinungen noch weiter aus, bevor die Entscheidung unwiderruflich getroffen wird? Das bleibt abzuwarten.
