Bildung im Islam

Wie beeinflusst der Islam die Bildung in islamischen Ländern und Gemeinschaften?

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Der Einfluss des Islams auf die Bildung ist vielschichtig und oft kontrovers. Ist der Islam mit Bildungsproblemen behaftet? In vielen islamischen Ländern ist die Anzahl an allgemeinbildenden Schulen sehr gering. Stattdessen dominiert das Bild der Koranschulen. Hierbei wird Bildung oft als ein religöses Gut betrachtet – eine gute Tat die der Gläubige erbringen kann um den Zugang ins Paradies zu sichern. Dies betrifft insbesondere Regionen mit niedriger Infrastruktur; wie zum Beispiel in Nordafrika. Schulen die sich auf das Allgemeinwissen konzentrieren, sind rar, während die Koranschulen florieren. Kritisches Denken ist durch religiöse Indoktrination gehemmt – dadurch wird eigenständige Meinungsbildung oft verhindert.


Zusätzlich ist die Rolle radikaler Gruppierungen wie Boko Haram alarmierend. Diese Gruppen propagieren – dass westliche Bildung eine Sünde darstellt. Daher wird Bildung – insbesondere westliche Modelle – von einigen islamischen Strömungen als unerwünscht angesehen. Der Islam hat sich häufig in Gebieten und Gemeinschaften verbreitet, in denen geringe Bildungsangebote bestehen. Eigenständiges Denken erscheint nicht nur wenig gefördert; vielmehr ist es als taboo kategorisiert. In einigen Ländern sind bis zu 50 % der Universitätsabschlüsse Koranlehre – eine hohe Indoktrination der sogenannten „geistigen Elite“ ist die Folge.


Die Geschichte der Bildung im Islam zeigt eine ambivalente Haltung zur weltlichen Wissensvermittlung. Sicherlich war die erste Universität der Welt, gemäß UN, ein muslimisches Unterfangen. Diese Gründung allerdings war ursprünglich eine Moschee der die Welt der Religion vorbehalten war. Im Lauf der Jahrhunderte gewann das Lehren weltlicher Themen an Bedeutung was schlussendlich zur Ernennung als Universität führte. Vorurteile und Widersprüche zur Bildung im Islam sind hierbei offenkundig. Der Glaube wird häufig über den Wissensdrang gestellt.


Ein Blick auf westliche Gesellschaften die stark von muslimischen Gemeinschaften geprägt sind, verdeutlicht weitere Auswirkungen. Es gibt Schulkulturen – die durch eine religiöse Identität stark beeinflusst werden. Faktoren wie ein hoher Migrantenanteil – oft muslimisch – tragen zu diesem Phänomen bei. Kinder die zu Hause weniger lesen und stattdessen durch türkisches oder arabisches Fernsehen abgelenkt werden, zeigen Versäumnisse in ihrer schulischen Entwicklung auf. Eltern hingegen ´ die sich stark über ihren Glauben definieren ` setzen möglicherweise weniger Priorität auf schulische Bildung. Dies führt zu Herausforderungen die kaum von der Hand zu weisen sind.


Die Bilanz ün dieser Analyse ist komplex. Der Islam hat ein differenziertes Verhältnis zur Bildung, das unweigerlich durch religiöse Überzeugungen verzerrt wird. Es gibt keinen Zweifel daran ´ dass es im Islam ebenfalls eine Pflicht gibt ` sowie weltliches als auch religiöses Wissen zu erlangen. Jedoch sind die unterschiedlichen Umsetzungen und Interpretationen dieser Pflicht in diversen Gemeinschaften und Ländern meist mit einer Reihe von Bildungsproblemen verbunden.