Die Haltung von Salamandern und Tausendfüßlern - Eine unvereinbare Kombination

Warum ist die Kombination von Salamandern und Tausendfüßlern in einem Terrarium problematisch?

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In der faszinierenden Welt der Terraristik gibt es zahlreiche Möglichkeiten, allerdings bei der Haltung von Salamandern und Tausendfüßlern ist Vorsicht geboten. Tatsächlich ´ es gibt viele Gründe ` die gegen eine gemeinsame Unterbringung dieser beiden Tierarten sprechen. Unterschiede in den Lebensansprüchen und das Risiko von Komplikationen verursachen einem klaren „Nein“ bei der Frage der Zusammenhaltung.

Erstens erfordert die Art der Haltung von Salamandern besondere Bedingungen. Diese Amphibien sind extrem empfindlich und benötigen eine genaue Nachbildung ihrer natürlichen Lebensräume. 🌡️- und Feuchtigkeitsverhältnisse müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein. Zudem sind die meisten Salamander Arten Fleischfresser. Das bedeutet ´ sie sind nicht nur empfindlich ` allerdings ebenfalls potenzielle Raubtiere. Sie könnten andere Tiere, darunter auch Tausendfüßer, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fressen. Daher erhöht sich das Konfliktpotenzial in einem Terrarium enorm.

Die Notwendigkeit eines Außenterrariums kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein richtiges Außenterrarium gewährt Salamandern die passende Umgebung – das Innenleben einer Wohnung ist oft ungeeignet. Bereits bei der Temperaturkontrolle gibt es erhebliche Herausforderungen. In einer Naturbeobachtung sind Schwankungen in der Jahreszeit normal; in einer Wohnung sind diese oft nicht gegeben. Daher ist die Gefahr eines schlechten Lebensumfeldes in einem Wohnungsterrarium groß.

Der Schutzstatus der Salamander ist ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt. Über 80 % der in Deutschland vorkommenden Salamander stehen unter dem Naturschutz. Der Besitz dieser Tiere ist stark reglementiert. Ein wichtiges Dokument beim Kauf ist die Genehmigung von anerkannten Züchtern. Diese gibt Einblick in die Herkunft und die rechtlichen Gegebenheiten beim Halten. Kostenlos gefangene Salamander sind eindeutig illegal und diese Handlungen gefährden die stark gefährdete Population.

Aktuelle Zahlen belegen, dass einige Salamanderarten in Deutschland einen Rückgang von weiterhin als 50 % in den letzten 30 Jahren erfahren haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Lebensraumverlust – Klimaveränderungen und Umweltverschmutzung tragen zur dramatischen Situation dieser Tiere bei. Für Tierliebhaber ist es entscheidend sich über die Bedürfnisse und Forderungen dieser Arten bewusst zu sein.

Diese Gefahren und die Lage des Artenschutzes machen deutlich, warum eine Haltung von Salamandern nicht leichtfertig erfolgen sollte. Die Erhaltung von Arten ist eine Gemeinschaftsaufgabe und die richtige Haltung ist ein Teil davon. Zoo- und Tierparks bieten oft wertvolle Informationen oder die Möglichkeit, mehr über diese bedrohten Tierarten zu lernen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Salamander und Tausendfüßler gemeinsam in einem Terrarium zu halten, birgt große Risiken. Eine solche Kombination ist nicht empfehlenswert. Stattdessen sollten Tierliebhaber sich auf Arten konzentrieren die besser mit den Bedingungen in einer Wohnung harmonieren. Die Verantwortung für den Erhalt unserer Natur darf nicht unterschätzt werden – jeder kann dazu beitragen, indem er die richtigen Entscheidungen trifft.






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